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Tödliches Drama im Potsdamer Rathaus

Schock am Montagmorgen Tödliches Drama im Potsdamer Rathaus

Im Potsdamer Rathaus hat sich am Montagmorgen ein schreckliches Unglück ereignet. Ein Mann stürzte über das Geländer des Eingangsportals der Stadtverwaltung drei Meter in die Tiefe. Er erlag noch vor Ort seinen schweren Verletzungen.

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Ein Leichenwagen am Montagmorgen vor dem Rathaus in Potsdam..

Quelle: Marion Kaufmann

Potsdam. Montagmorgen ist ein 74 Jahre alter Potsdamer im Rathaus aus noch ungeklärter Ursache ums Leben gekommen. Der Rentner stürzte nach Angaben der Polizei gegen 8.20 Uhr über das Geländer des Eingangsportals drei Meter in die Tiefe. Er erlag noch vor Ort seinen schweren Verletzungen. „Ein Fremdverschulden kann derzeit ausgeschlossen werden, ein möglicher Suizid wird geprüft“, so Polizeisprecherin Daiana Sawatzki-Koppe. Ein Todesermittlungsverfahren wurde eingeleitet.

Eine Mitarbeiterin der Stadtverwaltung hatte den Mann gefunden. „Alle Mitarbeiter der Stadtverwaltung, die den Vorfall direkt oder indirekt mitbekommen haben, sind tief betroffen“, so Stadtsprecher Stefan Schulz. „Wir drücken hiermit den Angehörigen unser Mitgefühl aus.“ Die Mitarbeiterin, die Zeugin des Vorfalls wurde, sei nach Hause begleitet worden.

Der Eingangsbereich des Stadthauses in der Friedrich-Ebert-Straße

Der Eingangsbereich des Stadthauses in der Friedrich-Ebert-Straße.

Quelle: Christel Köster

Bislang ist unklar, warum der Mann in die Tiefe gestürzt ist. Das Geländer sei stabil, die Sicherheitsrichtlinien würden in dem Gebäude eingehalten, versichert Schulz. „Wir haben das Geländer überprüft. Es entspricht den Vorgaben des Baugesetzbuches“, sagt er und verweist auf die Untersuchungen der Polizei, die aber noch am Anfang stehen. Was der Mann im Rathaus wollte, ob er etwa einen Termin in einem Büro hatte, wissen derzeit weder die Polizei noch die Stadt. Der Bürgerservice im Hochparterre, bei dem zum Beispiel neue Personalausweise ausgestellt werden, öffnet montags erst um 10 Uhr, also fast eineinhalb Stunden nach der Unglückszeit. Bei dem Toten soll es sich nicht um einen Obdachlosen handeln, der sich im Stadthaus nur aufwärmen wollte.

Die Polizei sicherte morgens die Unglücksstelle. Während des Hauptpublikumsverkehrs war von dem Drama nicht mehr viel zu sehen. Allerdings parkte noch in den Mittagsstunden der Wagen eines Bestattungsunternehmens neben dem Haupteingang und zog viele Blicke auf sich.

Erst kürzlich hatten zwei Todesfälle an einem öffentlichen Ort in Potsdam für Aufsehen gesorgt: Zwei Männer waren im Abstand weniger Wochen im Hauptbahnhof gestorben.

Von Marion Kaufmann

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