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Potsdam Klipp weist Dorgerloh zurecht
Lokales Potsdam Klipp weist Dorgerloh zurecht
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02:17 27.06.2015
Die Villa Henckel auf dem Potsdamer Pfingstberg. Quelle: Rainer Schüler
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Potsdam

Im Streit um die geplante Sanierung und anschließende teilweise Privatnutzung von Parkanlagen am Pfingstberg durch Springer-Vorstand Mathias Döpfner hat Baudezernent Matthias Klipp (Grüne) den Generaldirektor der Schlösserstiftung, Hartmut Dorgerloh, scharf zurechtgewiesen. Im Hauptausschuss erklärte Klipp am Mittwoch, es werde „immer wieder behauptet“, und „auch Herr Dorgerloh“ habe „behauptet, die Stadt habe die Villa Henckel seinerzeit als Privathaus an Herrn Döpfner verkauft“. Doch das sei „schlicht falsch“.

Stadt habe Villa Henckel nicht als Wohnhaus an Döpfner verkauft

Tatsächlich habe die Stadt „seinerzeit an eine GbR“ mit Döpfner als Miteigentümer verkauft, die in der Villa Henckel „zunächst eine Atelier- und Malerschule einrichten“ wollte. Das sei aber „nicht zum Tragen“ gekommen. Daraufhin habe die GbR „längere Zeit eine Buseiness-School, also eine Ausbildungseinrichtung betrieben, was schon schwierig“ gewesen sei. Schließlich habe sich Döpfner „entschlossen“, die Anteile seiner GbR-Partner „zu übernehmen“ und „sein Privathaus auf dem Pfingstberg geplant“.

Klipp erklärte, dass es „nur ausnahmsweise zulässig“ sei, in einem „Sondergebiet“ zu wohnen. „Insofern: Wenn immer versucht wird zu sagen, die Stadt hätte es ja wissen müssen, dass er das als Privathaus nutzt und die anderen Schritte daraus folgerichtig abzuleiten sind, dann ist das schlicht falsch und das muss man auch so zurückweisen.“

Wie berichtet, wird die im Zuge der Sanierung durch Döpfner geplante Ausweitung der privat genutzten Flächen mit dem Sicherheitsbedürfnis des Konzernvorstandes begründet, der als besonders gefährdete Person gilt. Dorgerloh hatte erst vor wenigen Wochen im MAZ-Interview erklärt: „Zunächst einmal möchte ich daran erinnern, dass die Villa Henckel nebst einem Teil des Parks von der Stadt Potsdam an Herrn Döpfner verkauft wurde, ohne dass die Schlösserstiftung einbezogen war. Die Sicherheitsfrage war also von jeher relevant.“

Werkstattverfahren zur Gestaltung der Parkanlagen

Klipp bekräftigte im Hauptausschuss, dass die Stadt den Park in eigener Regie sanieren wolle, um seine öffentliche Nutzung zu gewährleisten. Er regte an, mit allen Interessierten in einem öffentlichen Werkstattverfahren zu klären, „ob es neben der vollständigen Rekonstruktion einer privaten Parkanlage in der Fassung von 1926 auch noch andere Möglichkeiten des Umgangs mit dieser Fläche gibt“.

Aktuell habe die Stadt Anhörungsschreiben an die Schlösserstiftung und an Döpfners Gesellschaft verschickt, in denen die Adressaten darüber informiert würden, dass der umstrittene Bauzaun baurechtswidrig aufgestellt worden sei und die öffentliche Zugänglichkeit der Flächen „zügig wieder herzustellen sei“. Bislang habe es noch keine Reaktion darauf gegeben.

Von Volker Oelschläger

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