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Potsdam Toter im Fahrstuhl – Drama im Hauptbahnhof
Lokales Potsdam Toter im Fahrstuhl – Drama im Hauptbahnhof
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21:30 27.09.2016
Polizei und Notfallseelsorge waren schnell vor Ort. Quelle: Foto: Julian Stähle
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Südliche Innenstadt

Aufregung bei Bahnreisenden und Passanten am Potsdamer Hauptbahnhof: Dienstagmorgen wurde in den Bahnhofspassagen ein toter Mann entdeckt. „Gegen 9 Uhr teilte uns die Rettungsleitstelle mit, dass eine leblose Person in einem Fahrstuhl aufgefunden worden war. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des 57-jährigen Mannes feststellen“, so Polizeisprecherin Jana Birnbaum auf Nachfrage. „Wir haben ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet.“ Die Kriminalpolizei war vor Ort. Derzeit gebe es aber keine Hinweise auf ein Verbrechen. Eine natürliche Todesursache gilt als wahrscheinlich.

Der Mann stammt aus dem Kreis Teltow-Fläming. Die Angehörigen sind laut Polizei informiert worden. Dem Vernehmen nach soll es sich bei dem 57-Jährigen um einen Mitarbeiter von DB Regio handeln, der auf dem Weg zum Dienst war. Kollegen sollen ihn im Fahrstuhl gefunden haben. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Notfallseelsorger waren vor Ort, um sich um die geschockten Mitarbeiter zu kümmern. Die Polizei sperrte den Bereich ab.

Die Bahnhofspassagen in der Babelsberger Straße wurden im Dezember 1999 als eines der ersten integrierten Projekte aus Bahnhof und Einkaufszentrum in Deutschland eröffnet.

60 000 Besucher täglich gehen durch die Passagen des Potsdamer Hauptbahnhofes.

Das sechsgeschossige Gebäudeensemble hat rund 56 000 Quadratmeter Mietfläche, davon sind 28 000 Quadratmeter Einzelhandelsfläche. 1450 Parkplätze stehen zur Verfügung.

Im gesamten Komplex sind rund 1300 Menschen beschäftigt.

Die DB Regio AG Nordost ist Mieterin in den Bahnhofspassagen in der Babelsberger Straße. Das Unternehmen ist für den Personennahverkehr der Deutschen Bahn in den Ländern Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern zuständig. Im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg betreibt DB Regio Nordost elf Regional-Express- und zwölf Regionalbahnlinien und ist damit der derzeit größte Nahverkehrsanbieter in dieser Region.

Zuvor gab es einen Fehlalarm in den Bahnhofspassagen

Zuvor hatte bereits ein Fehlalarm Passanten im Bahnhof aufgeschreckt: Am Backshop der Bio Company im Erdgeschoss war gegen 8 Uhr der Feuermelder durch Dampf aus dem Backofen ausgelöst worden. Die Feuerwehr rückte an, die Evakuierung der Passage wurde veranlasst. „Es war ein klassischer Fehlalarm. Zu Schaden gekommen ist zum Glück niemand“, sagt Centermanagerin Jana Strohbach. Einen Zusammenhang mit dem Polizeieinsatz kurze Zeit später wegen des Leichenfundes gebe es nicht.

Von Marion Kaufmann

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