Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Tourist-Info am Luisenplatz schließt
Lokales Potsdam Tourist-Info am Luisenplatz schließt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:52 30.07.2018
Die erst kürzlich eröffnete Tourist-Information am Luisenplatz in Potsdam soll geschlossen werden. Quelle: Bernd Gartenschläger
Innenstadt

Die Tourist-Information am Luisenplatz könnte ihre Pforten im Herbst für immer schließen. Das hat der Geschäftsführer der Potsdam Marketing und Service Gesellschaft (PMSG), Eckhard Schaaf, der MAZ auf Nachfrage bestätigt. Damit würde es nur noch zwei Anlaufstellen für ratsuchende Reisende in Potsdam geben: Eine Tourist-Information gibt es in den Bahnhofspassagen; das zweite Büro befindet sich in der Humboldtstraße am Alten Markt, nur einen Steinwurf vom Museum Barberini entfernt.

In Sachen Besucherzahlen war der Standort Luisenplatz das Schlusslicht. 52 176 Besucher konnten 2017 verzeichnet werden, während in die Tourist-Information in der Humboldtstraße 81 225 Besucher kamen. Unschlagbar vorne lag die Filiale am Bahnhof – 108 869 Menschen suchten hier Auskunft.

Zuletzt hatte man die Geschäftsstelle am Luisenplatz in unmittelbarer Nähe zum Eingang von Park Sanssouci während der touristenarmen Wintermonate zugesperrt. Doch nun steht das endgültige „Aus“ im Raum – jedenfalls wenn es nach dem Wirtschaftsplan der Pro-Potsdam-Tochtergesellschaft PMSG geht. Dabei ist der Standort am Luisenplatz noch relativ jung. Erst Anfang 2016 bezog die Tourist-Information die Räume, nachdem sie ihr ursprüngliches Domizil an der Brandenburger Straße unweit des Brandenburger Tores verlassen hatte. Dass nach knapp drei Jahren nun wieder die Schotten dicht gemacht werden sollen, liegt laut PMSG-Geschäftsführer Schaaf am Bedarf. Mit drei Tourist-Informationen sei Potsdam überdurchschnittlich gut versorgt, so Schaaf: „In anderen Städten von ähnlicher Größe begnügen sie sich mit einer oder zwei Tourist-Informationen.“ Als Standort mit Zukunftspotenzial sieht der PMSG-Chef die Zweigstelle in der Humboldtstraße – diese werde dank der geplanten zwei Wohnkarrees auf dem ehemaligen Areal des FH-Gebäudes noch mehr an Bedeutung gewinnen.

Für die – abhängig vom Touristenaufkommen – zwei bis drei Mitarbeiter am Standort Luisenplatz bedeutet das Aus keinen Verlust des Arbeitsplatzes, versichert Schaaf: „Die Stellen bleiben alle erhalten, sie kriegen nur einen anderen Inhalt und Charakter.“

Veränderungen sind nach MAZ-Informationen auch am Standort Hauptbahnhof geplant. Dort soll eine so genannte „Mobilitätsagentur“ entstehen. Heißt: Man will Synergieeffekte nutzen und verschiedene Akteure, die derzeit noch eigene Kundenzentren in den Bahnhofspassagen unterhalten, räumlich zusammenführen. Dem Vernehmen nach handelt es sich bei den Beteiligten um die Bahnhofsfiliale der Tourist-Information, das Fahrgastzentrum der Deutsche Bahn und das Kundenzentrum des Potsdamer Verkehrsbetriebs (ViP). Im Auftrag der Landeshauptstadt Potsdam wird dabei die ViP die Federführung übernehmen. Die Schaffung der Mobilitätsagentur ist im Rahmen des Stadtentwicklungskonzeptes festgeschrieben.

Als Standort für die neue Mobilitätsagentur sind die Flächen des Reisezentrums ins Auge gefasst, das derzeit von der Deutschen Bahn betrieben wird. Festgezurrt ist die Vereinbarung zur Gründung der Agentur allerdings noch nicht. Momentan, so heißt es, befinden sich die Gespräche zwischen den einzelnen Akteuren auf einem guten Weg, seien aber noch nicht abgeschlossen. So fehlen zum Beispiel noch die jeweiligen Genehmigungen der Gremien der Beteiligten.

Von Ildiko Röd

Das Deutsche Filmorchester Babelsberg spielt schon seit seiner Neugründung vor 25 Jahren ums Überleben – die Geschichte einer Heimkehr.

02.08.2018

Ein enges Überholmanöver führte am Samstagmittag zu einer handfesten Auseinandersetzung in Groß Glieniecke. Augenzeugen konnten die Kontrahenten schließlich trennen.

30.07.2018

Die Musiker des Deutschen Filmorchester Babelsberg packen die Instrumente ein. Ab sofort könne er keine neuen Aufträge mehr annehmen, sagt Intendant Klaus-Peter Beyer. Grund ist eine Baustelle auf dem Babelsberger Studiogelände. Mit dem Klangkörper erlischt eine 100-jährige Musiktradition.

30.07.2018