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Potsdam Traueranzeige für die kleine Hoflinde
Lokales Potsdam Traueranzeige für die kleine Hoflinde
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00:18 05.03.2017
Traueranzeige in der MAZ für die gefällte Hoflinde.MAZ
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Babelsberg

Bürgerprotest gibt es in vielfältigen kreativen Formen, aber dieser Protest der Mieter der Heidesiedlung an der Großbeerenstraße legt noch mal eine Schippe drauf. In der MAZ vom Mittwoch hatten die Anwohner eine kleine Traueranzeige mit folgendem Inhalt aufgegeben: „Die Bewohner*innen der Heidesiedlung trauern um ihre Hoflinde (2007 – 2017). In großer Wut und tiefer Trauer. Nach viel zu kurzem Leben ist die Linde den Sanierungsarbeiten zum Opfer gefallen.“

Was steckt dahinter? Katharina Tietz ist Sprecherin der Mietervertretung in den Häusern, die im Bestand der kommunalen Pro Potsdam sind und derzeit saniert werden. Sie schildert die besondere Beziehung der Bewohner zu dem Lindenbaum. Sie hatten ihn selbst gepflanzt, ihn gemeinsam gegossen, damit er richtig anwächst, und sich an der Entwicklung erfreut, so Tietz: „Er hat immer wunderschön geblüht und hätte sicher ein schöner großer Baum werden können.“ Im Rahmen der Sanierung soll auch der Innenhof neu gestaltet werden. Dass dieser Schönheitskur aber die geliebte Linde zum Opfer fallen würde, davon sei in den Gesprächen mit der Pro Potsdam nie die Rede gewesen, beteuert die Sprecherin. Umso größer war der Schock, als vor ein paar Tagen die Arbeiter kurzen Prozess mit dem Baum machten. Mit der Traueranzeige wollten die Bewohner ihrer tiefen Betroffenheit Ausdruck verleihen. „Es gab“, fasst Tietz die Gefühle zusammen, „einen großen emotionalen nachbarschaftlichen Bezug zur Linde.“

Die Linde erfreute zehn Jahre die Bewohner der Siedlung. Quelle: privat

Pro Potsdam stellt Ersatz in Aussicht

Mit Vorwürfen gegenüber der Pro Potsdam hält sie sich zurück. Möglicherweise sei in der Kommunikation etwas durchgerutscht und den Arbeitern gar nicht klar gewesen, dass sie mit der Fällung gegen Absprachen verstoßen. Für die Zukunft wünscht sie sich mehr Sensibilität. „Wir hätten uns gewünscht, dass wir wenigstens im Vorfeld informiert werden.“ Nun soll es zumindest im Nachgang ein Gespräch

Auf MAZ-Nachfrage erklärte Pro-Potsdam-Sprecherin Jessica Beulshausen am Mittwoch die Sicht des Unternehmens. Die Linde, die in „Eigeninitiative“ von einem Mieter gepflanzt wurde, habe schlicht zu nah am nächsten Gebäude gestanden. Der Abstand betrug fünf Meter. Weil die Linde irgendwann stattliche 20 Meter hoch und 18 Meter breit sein wird, hätte das eine starke Beeinträchtigung des Hauses bedeutet. Den Mieter, der den Baum gepflanzt hat, habe man im letzten Jahr über die Fällung informiert. Beulshausen stellt den Bewohnern Ersatz in Aussicht. Im Zuge der Gestaltung der Außenanlagen durch einen Landschaftsarchitekten sollen elf neue Bäume gepflanzt werden.

Von Ildiko Röd

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