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Trinken bis der Arzt kommt

„Komasaufen“ Trinken bis der Arzt kommt

Filmgespräch zum Thema „Komasaufen“ mit Jugendlichen aus Potsdam und Kleinmachnow führt Jugendlichen die Konsequenzen vors Auge. Der Film zeigt wie Alkohol junge Menschen schädigen kann und offenbarte grausige Folgen

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Etwa eine Stunde lang sprachen die Schüler mit den Experten.

Quelle: Foto: B. G.

Babelsberg. „Ich fand den Film ziemlich erschreckend“, sagte Frederik Paul, Schülersprecher des Bertha-von-Suttner Gymnasiums beim Expertengespräch zum Thema Komasaufen. Der Film zeigt wie ein Junge in seinem eigenen Erbrochenen liegt, wie ein Mädchen stolpert und schließlich ohnmächtig wird, wie ein junger Mann torkelnd über die Straße läuft, auf der sich rasend schnell ein Auto nähert.

Alkohol ist keine Lösung

Etwa 300 Schüler der Klassen 9 und 10 aus Potsdam und Kleinmachnow sahen am gestrigen Dienstag im Babelsberger Thalia-Kino das Drama „Komasaufen“. Beim Komasaufen betrinken sich Menschen soweit, dass sie keine Kontrolle mehr über sich selbst haben. Im Film versucht der 15-jährige Lukas seine Probleme in der Schule, die Differenzen mit der Mutter und ihrem neuen Lebenspartner und die Sorgen mit seinen Mitschülern im Alkohol zu ertränken. Die Folge: Er liegt mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus.

Filmvorführung und Diskussion wurden im Rahmen der Präventionskampagne „Bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“ von der DAK organisiert. Geladen waren Polizeioberrat Endro Schuster, der Leiter der Fachstelle für Suchtprävention beim Chill-Out-Verein Rüdiger Schmolke, der Regionalleiter der DAK Brandenburg Ralf Seifert und Schauspieler Markus Majowski, der nach eigener Aussage mit 19 Jahren zum Alkoholiker wurde und erst ein Vierteljahrhundert später den Weg aus der Sucht fand.

Alkoholmissbrauch ist Thema unter Jugendlichen

Nachdem die Lichter im Saal des Thalia-Theaters wieder angingen, herrschte Gemurmel unter den Schülern, das Thema bewegt offenbar alle. Wegen des großen Interesses wurde die Debatte nach einer Stunde in Einzelgesprächen vertieft. Die Teenager zwischen 14 und 18 Jahren hatten aber nicht nur Fragen, sondern auch einen Vorschlag parat: Abschreckende Bilder auf Flaschen kleben – ähnlich den Fotos von Raucherlungen auf Zigarettenschachteln.

Rüdiger Schmolke räumte am Ende ein, dass der Film ein wenig übertrieben sei. Diesen Eindruck hatte auch Julius. Der 16-Jährige verzichtet wegen seines Führerscheines auf Alkohol und kennt Geschichten von eskalierten Abenden nur von Freunden. Ebenso kennen Luisa und Anne (beide 14) ausufernde Partys nur aus dem Freundeskreis. Sie haben keine Lust, Alkohol zu trinken, erzählen sie. Polizeioberrat Schuster berichtet von 319 Jugendlichen, die 2014 in Brandenburg mit einer Alkoholvergiftung in die Klinik mussten.

Solche Berichte kennt auch Helene Heimel, Kunstlehrerin aus Kleinmachnow, deren Schüler Plakate zu „Bunt statt blau“ entwarfen. „Schon erschreckend, was beim Malen erzählt wurde“, sagt sie. Trotzdem – oder gerade deshalb – warnen alle Plakate der Schüler vor übermäßigem Alkoholkonsum.

Von Lisa Neumann

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