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Tue Gutes und sündige – kalorienmäßig

Potsdamer Kirchen-Kekse Tue Gutes und sündige – kalorienmäßig

Die Friedenskirche am Park Sanssouci zählt zu den bedrohten Gotteshäusern in der Stadt. Eine „süße“ Spende auf dem Weihnachtsmarkt in der Brandenburger Straße soll nun bei der Restaurierung helfen. Ob Günther Jauch, der auch bereits für die Kirchensanierung in die Tasche gegriffen hat, schon von den Kirchen-Keksen genascht hat?

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Kekse für die Friedenskirche: Christian Teickner, der Sohn des Lakritzkontor-Inhabers, und Patrick Müller (l.).

Quelle: Christel Köster

Potsdam. Die Liebe zur Friedenskirche geht jetzt sogar durch den Magen. Kekse für das bedrohte Kulturgut am Eingang von Park Sanssouci – diese originelle Idee haben Hans-Jürgen Krackher vom Bauverein Friedenskirche und Dietmar Teickner, der Inhaber des „Lakritzkontor“ in der Innenstadt, gemeinsam entwickelt. Der Name der Aktion: „Lecker Reparaturspende“. Das originelle Motiv für die mit Süßem gefüllte „Spendendose“ stammt vom bekannten Potsdamer Karikaturisten Jörg Hafemeister. Die Etiketten für die 800 Dosen wurden als Spende von der Druckerei Rüss zur Verfügung gestellt – eine echte Potsdamer Gemeinschaftsarbeit. Das Naschwerk wird derzeit auf dem Weihnachtsmarkt in der Brandenburger Straße an dem Stand an der Ecke Jägerstraße verkauft. Ein Teil des Verkaufspreises fließt in den Spendentopf der Kirchensanierung. Sprich: Tue Gutes und sündige dabei (natürlich nur kalorienmäßig)!

Die marode Friedenskirche, für deren Sanierung 6,3 Millionen Euro notwendig wären, zählt zu den offiziellen Spenden-Projekten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD). Hohenzollern-Chef Georg Friedrich Prinz von Preußen ist einer der Paten der bundesweiten Spendenkampagne zugunsten der Kirche. Auch Moderator Günther Jauch hat dem Bauwerk schon eine beachtliche Summe gespendet. In der Fernsehshow „Fünf gegen Jauch“ gewann Jauch im März dieses Jahres – und gab gleich 138 000 Euro für die der Friedenskirche weiter.

Bis die Sanierung tatsächlich im großen Stil in Angriff genommen werden kann, muss aber noch mehr Geld in den Spendentopf fließen. Aktuell sind schon mehr als 300 000 Euro gesammelt. Derzeit sind nur „bauunterhaltende Maßnahmen“ in der Kirche möglich. In den 1990er Jahren hatte die Schlösserstiftung die Sanierung zwar schon in Angriff genommen. Über eine neue Eindeckung des Kirchenschiffdaches kam man wegen des Geldmangels aber nicht hinaus. Mittlerweile stehen alle Alarmzeichen auf Rot. Durch das Wellblechdach über den Seitenschiffen regnet es hinein, Putz fällt von den Wänden. Die teils antiken Fußböden und das mittelalterliche Apsismosaik aus Venedig sind extrem gefährdet. Auch die Standfestigkeit des Campanile, des Glockenturms, gibt mittlerweile Anlass zur Sorge; das Turmkreuz musste Ende 2014 abgenommen werden.

Von Ildiko Röd

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