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Turnhallen und Sportplätze fehlen

Demonstration für bessere Bedingungen im Schul-, Freizeit und Breitensport Turnhallen und Sportplätze fehlen

Auf die Räder, fertig, los: Mehr als 150 Potsdamer haben am Sonnabend mit einem Fahrradcorso für bessere Bedingungen im hiesigen Schul-, Freizeit- und Breitensport demonstriert. Eltern, Aktive und Verbände befürchten, dass selbst der Schulsport nicht mehr abgedeckt werden kann - eine Studei der Uni Potsdam bestätig dies.

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Fahrraddemo am Samstagmorgen in Potsdam

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam-west/babelsberg. Startpunkt war der Sportplatz "Westkurve" an der Hans-Sachs-Straße, für dessen Sanierung die gleichnamige Bürgerinitiative (BI) seit 2006 kämpft. Dank der engagierten Anwohner kicken dort viele Freizeitteams, finden Turniere, Feste, Konzerte statt. Doch den benötigten neuen Belag hat der Schotterplatz bis heute nicht, obwohl seit drei Jahren im Stadthaushalt dafür 300.000 Euro eingestellt sind.

Wie berichtet, streiten sich die Wohnungsgenossenschaft WBG 1903 und der zuständige Kommunale Immobilienservice (Kis) um das Wegerecht für ein Grundstück, über das man gehen muss, um den Sportplatz zu erreichen. Keine Einigung in Sicht. Beide Seiten "bocken sich gegenseitig an", sagte Christine Anlauff von der BI "Westkurve" am Rande der Kundgebung vor dem Rathaus Babelsberg. Man habe sich mit dem Schotterplatz abgefunden. Ihr Vorschlag an die Stadt: "Kauft mit dem Geld für die Sanierung Liegenschaften für Sport und Freizeit."

Wie dramatisch die Lage ist, zeigt eine aktuelle Studie der Universität Potsdam. Demnach fehlen in der Landeshauptstadt 20 Turnhallen und etwa 15 Großfeldplätze: "Vor allem der Schulsport kann nicht abgedeckt werden", so Karin Wagner, Vize-Chefin des Stadtsportbundes. Bei den Hallen habe sich über Jahrzehnte ein Sanierungsstau gebildet. Zur Demo mit Familienfest und Ausspielen der Herbstmeisterschaft im Karl-Liebknecht-Stadion hatten die BI "Westkurve", der SV Babelsberg 03 und der SV Concordia Nowawes eingeladen. Concordia setzt sich seit Jahren für den Bau eines Sportplatzes auf der Nowawiese am Rande des Babelsberger Parks ein. "Der Platz muss endlich gebaut werden", rief Jens Lüscher von der Nowawiese-Initiative unter Beifall der Demonstranten.

Einen "Masterplan für den Potsdamer Sport", fordert Clemens Viehrig, Mitglied im CDU-Kreisvorstand und im erweiterten Vorstand des FV Turbine Potsdam. Neben dem Leistungs- dürfe der Breitensport nicht vergessen werden. Doch vergessen fühlen sich die Fußballer des FV Turbine (nicht zu verwechseln mit Frauen-Bundesligist 1. FFC Turbine). Seit 1990 wartet der Verein auf die Sanierung "seines" Sportforums Waldstadt. Kunstrasen soll den Schotterbelag ersetzen. Im Bürgerhaushalt steht die 300000 Euro kostende Maßnahme oben auf der Liste. Laut Kis werde vor 2017 nichts passieren.

Von Ricarda Nowak

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