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Potsdam Überfall auf Aral-Tankstelle in Potsdam
Lokales Potsdam Überfall auf Aral-Tankstelle in Potsdam
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09:49 27.10.2016
Diese Aral-Tankstelle wurde überfallen. Quelle: dpa
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Potsdam

Zwei Männer mit Clowns- und Totenkopfmasken haben am Dienstagabend die Aral-Tankstelle in Bornim überfallen. Nach Polizeiangaben betraten sie gegen 21.15 Uhr den Verkaufsraum und bedrohten eine Mitarbeiterin mit einer Pistole. Mit ihrer Beute flüchteten die Räuber unerkannt. Der Totenkopf-Mann ist etwa 1,80 Meter groß und war ganz in Schwarz gekleidet, während der kriminelle Clown kleiner ist und einen dunkelgrünen Pullover und eine schwarze Jogginghose anhatte.

Angesichts dieser Eskalation des Horror-Clown-Unwesens kündigt die Polizeidirektion West an, sie werde zu Halloween am kommenden Montag verstärkt Menschen in Clownskostümen kontrollieren. „Wenn es so weiter geht, müssen wir polizeilich reagieren und die Streifen verstärken“, sagt Karsten Schiewe (49), zuständiger Leiter für Einsatz- und Kriminalitätsangelegenheiten. In der Wetzlarer Straße hätten Clowns ebenfalls am Dienstagabend eine minderjährige Radlerin erschreckt – die Mutter habe den Fall angezeigt. Gefährlicher war laut Schiewe ein Fall am selben Abend im havelländischen Nauen gewesen, wo Unbekannte mit Axt und Machete bewaffnet vor ein Auto gesprungen seien, woraufhin der Fahrer Gas gegeben habe – die Clowns konnten zur Seite springen.

Ein Clown mit gezogenem Schwert hat laut Schiewe am Dienstagabend in der Stahnsdorfer Annastraße einen Autofahrer derart erschreckt, dass dieser abrupt anhielt. Der „Spaßvogel“ sei daraufhin fortgerannt.

Gut 20 Horror-Clown-Zwischenfälle verzeichnete die Polizei landesweit seit vergangener Woche, teilte das Polizeipräsidium auf MAZ-Anfrage mit. In der Friedrich-Engels-Straße überfielen vor zehn Tagen Unbekannte einen Pizza-Bringdienst und verletzten dabei einen Mitarbeiter mit einem Taser – einer Elektroschockwaffe – leicht. Auch in diesem Fall trugen die Täter Clownsmasken.

Im Filmpark Babelsberg, wo am 30. November die Horrornacht mit mehreren Tausend Besuchern stattfindet, legt man Wert auf die Feststellung, die Besucher sollten sich nicht kostümieren. Das Sicherheitspersonal kontrolliere, ob jemand eine Maske „reinschmuggeln“ wolle, so Sprecherin Susanne Spatz. Die Grusel-Outfits seien den professionellen Schauspielern vorbehalten. Unter den 180 Akteuren sind zehn Clowns. Die würden sich aber auf dem Gelände umziehen, so Spatz: „Hier spaziert niemand mit einer Clownsmaske durch die Straßen.“

Polizei rät: Sich nicht in Gefahr begeben

Wegen der vermehrten Vorfälle und Anfragen von ängstlichen Bürgern, hatte die Polizei Anfang der Woche auf ihrer Facebook-Seite Ratschläge gegeben, wie sich ein Opfer im Falle eines Übergriffs verhalten soll. Demnach solle der Angegriffene auf sich aufmerksam machen, laut schreien und wegrennen. Sich auf keinen Fall in Gefahr begeben und einer Konfrontation aus dem Weg gehen.

Auch auf Twitter äußerte sich die Polizei deutlich zu dem fragwürdigen Trend, der vor rund zwei Jahren aus den USA nach Europa und schließlich nach Deutschland übergeschwappt ist. „Wir finden das nicht lustig“, twitterte die Polizei, dazu ein verärgertes Emoticon.

Von MAZonline

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