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Potsdam Überraschende Wendung
Lokales Potsdam Überraschende Wendung
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09:58 22.10.2013
Für eine teilweise Rekonstruktion - wie hier im Bild - gibt es noch keine politische Mehrheit. Quelle: MAZ (Repro)
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Potsdam

Nachdem der Bauausschuss gegen die teilweise Reonstruktion des Langen Stalls gestimmt hat, fordert die SPD einen neuen Wettbewerb. Er würde für jene Zweidrittel der Fläche des Langen Stalls gelten, der in städtischem Besitz ist. Das restliche Drittel gehört einem Privatinvestor. "Wir fordern eine Neuüberlegung bei der Aufgabenstellung", sagte Pete Heuer am Mittwoch im MAZ-Gespräch.

Wie berichtet, hat der aktuelle Siegerentwurf für den Langen Stall, der von Architekt Stephan Höhne stammt, in den letzten Monaten bereits für Debatten gesorgt. Heuer und seine Fraktionskollegen gehen mit dem Entwurf scharf ins Gericht. "Der Anblick von 170 Meter ,balearischer Küstenbebauung' hat uns geschockt", so Heuer. Zielscheibe der Kritik ist die "monolithische Form" des geplanten Wohnungsbaus: Das Gebäude funktioniere "weder in der Funktion noch in der äußeren Form". Unzufrieden ist die SPD auch mit dem Agieren der Verwaltung. Diese habe den Ideenwettbewerb seinerzeit ausgeschrieben, ohne dass die Stadtverordneten maßgeblichen Einfluss auf die Wettbewerbskriterien hatten, moniert Heuer.

Inhaltlich übt die SPD den Schulterschluss mit den Bündnisgrünen. Saskia Hüneke hatte in einem Änderungsantrag eine Abkehr von Höhnes Siegerentwurf gefordert: Stattdessen solle für die in städtischem Besitz befindliche Teilfläche des Langen Stalls die historische Form mit dem langgestreckten hohen Dach festgeschrieben werden.

Mit einem denkbar knappen Votum wurde am Dienstagabend im Bauausschuss dieser Vorschlag einer Teilrekonstruktion des Langen Stalls an der Plantage abgelehnt: sechs Gegenstimmen (Linke, CDU; Bürgerbündnis, Fraktion Die Andere); vier Pro-Stimmen (SPD; Bündnisgrüne), eine Enthaltung. Der Bauausschuss-Beschluss ist kein endgültiges Votum, sondern stellt eine Empfehlung an die Stadtverordneten dar, die am 6. November darüber entscheiden. In der Bauausschusssitzung waren sowohl Befürworter als auch Kritiker des Höhne-Entwurfs zu Wort gekommen.

Gestaltungsrat-Vorsitzende Ulla Luther bekräftigte ihre Unterstützung für den Höhne-Entwurf. Ein Nebeneinander von modernem Wohnungsbau und Langem Stall lehnt sie entschieden ab. "Die Tatsache, das man jetzt anfängt zu splitten," halte sie für "tragisch". Sanierungsträger-Chef Bert Nicke wies darauf hin, dass ein Einnahmenverlust von 2,7 Millionen drohen würde, wenn das Wettbewerbsergebnis infrage gestellt würde. Von dieser "Drohkulisse"will sich SPD-Mann Heuer allerdings nicht beeindrucken lassen: "Wir wollen uns nicht treiben lassen, wenn wir ein Gebäude für die nächsten 200 Jahre bauen."

Von Ildiko Röd

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