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Überraschendes Eigenleben

Zweites Festival „Made in Potsdam“ mit Tanz, Musik und bildender Kunst in der Fabrik und dem Kunstraum Überraschendes Eigenleben

Beim Festival „Made in Potsdam“ präsentieren internationale Künstler Produktionen, die sie bei Arbeitsaufenthalten in der Tanzfabrik entwickelt haben. Jetzt sind ihre Stücke in Theatern weltweit zu sehen und damit Botschafter der Kunst made in Potsdam: „Breakfast“ von Shang-Chi Sun wurde in Taipei uraufgeführt, „Nothing for Body“ von Howool Baek tourte unter anderem in Italien, Holland, Kroatien, Österreich und Korea, „This is Concrete“ von Jefta Van Dinther und Thiago Granato spielte schon in Sao Paolo und Rio de Janeiro.

Vom 10. bis zum 13. Januar werden diese und andere Produktionen in der Fabrik und in der Schinkelhalle zu sehen sein.

Nach dem erfolgreichen Auftakt im Januar 2013 wird „Made in Potsdam“ in diesem Jahr mit der Kunstraum-Galerie des Waschhauses eine zweite Bühne für die bildende Kunst öffnen. Arbeiten von Tom Korn, Sebastian Seidemann, Chris Hinze, Menno Veldhuis, Steffen Mühle, Ilka Raupach, Susanne Ramolla, Patrick Weiss, Mikos Meininger und Lothar Krone sollen einen Überblick über aktuelle Entwicklungen im Bereich bildender Kunst in Potsdam geben. Die Ausstellung „Made in Potsdam“ wird am Donnerstag, 10. Januar, um 19 Uhr eröffnet.

Mit Howool Baek startet unmittelbar darauf um 20 Uhr in der Fabrik das Tanzprogramm. Die Koreanerin lenkt den Blick des Publikums zu Musik von Matthias Erian auf unterschiedlichste Körperteile, die ein überraschendes Eigenleben entwickeln. In „Nothin for Body“ entwickelt Howool Baek auf begrenztem Raum kleine, zerbrechliche Bilder, die neue Perspektiven eröffnen. „Breakfast“ von Shang-Shi Sun, die nächste Tanzperformance des Eröffnungsabends, beginnt im Dunkeln mit drei gestikulierenden Menschen an einer Tischplatte, die eben vom ersten Lichtstrahl des neuen Tages getroffen wird. Drei Kameras übertragen die Tischszenerie live auf eine übergroße Leinwand.

„This is Concrete“ von Jefta Van Dinther und Thiago Granato bringt einen rasanten Stimmungswechsel. Clubatmosphäre. Die Tänzer bewegen sich in Zeitlupe zu lauten Technoklängen, die Sounds scheinen schließlich ebenso ineinander zu zerfließen wie die Menschen, die von ihnen angetrieben werden. Dieses Stück wird ebenso in einer Deutschlandpremiere zu sehen sein wie Martine Pisanis „Cosmos Blues“, bei dem zwei Tänzerinnen in einer offenkundig fremden Welt permanent damit beschäftigt sind, zu klettern, zu fallen, Halt zu suchen und abzustürzen – eine klassische Burn-Out-Situation.

Vom Potsdamer Publikum gefeiert wurde bereits die lyrische Liebesgeschichte „Calling“ mit Laura Hennicke und Arne Assmann über eine Frau, die tanzt, und einen Mann, der singt. Sie klettert über seine Schultern, spielt mit Gläsern, blinzelt hinter einer Klappleiter hervor, zieht sich aus für ihn, während er für sie mal zur Gitarre, mal zum Akkordeon greift. Ebenfalls in einer Deutschlandpremiere wird „Cartographie“ von Malgven Gerbes gezeigt, eine getanzte Erzählung über die Vermessung der Welt.

Abgerundet wird das Festival bei freiem Eintritt am Sonnabend, 12. Januar, um 22 Uhr im Fabrik-Klub mit einem Konzert der deutsch-indischen Band Ek Safar.

Karten und weitere Informationen auf www.fabrikpotsdam.de (Von Volker Oelschläger)

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