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Potsdam Überraschung mit Künstlerplakaten
Lokales Potsdam Überraschung mit Künstlerplakaten
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19:53 08.05.2018
Kulturdezernentin Noosha Aubel (l.), Vereinschef Jochen Kranert und Bibliotheksdirektorin Marion Mattekat mit dem Buchgeschenk. Quelle: Foto: Gartenschläger
Potsdam

Die 21. Dankeschön-Veranstaltung der Stadt-und Landesbibliothek begann am Dienstagabend mit einer besonderen Überraschung: Jochen Kranert, der Vorsitzende der Potsdamer Bibliotheksgesellschaft, übergab Bibliotheksdirektorin Marion Mattekat ein Büchlein mit Künstlerplakaten des Potsdamer Hoflithographen Robert Müller: „In den folgenden Blättern bringe ich eine Anzahl verkleinerter Wiedergaben von Plakaten zur Ansicht, die in meiner Kunstanstalt hergestellt wurden“, schrieb der Herausgeber zur Einführung.

Finanziert wurde das um 1920 publizierte Geschenk über die Spenden von Vereinsmitgliedern der Bibliotheksgesellschaft.

Das Buchpatenprojekt ist seit mittlerweile 21 Jahren eine der erfolgreichsten Spenden-Aktionen in Potsdams Kultureinrichtungen. Die Stadt- und Landesbibliothek hatte 1997 erstmals zur Rettung ihres historischen Altbestandes aufgerufen.

Unter der Schirmherrschaft des damaligen Kulturministers Steffen Reiche (SPD) wurde um finanzielle Unterstützung für den Erhalt des wertvollen historischen Kulturgutes des Landes Brandenburg geworben.

Die über die Spenden der Buchpaten finanzierte Restaurierung der wichtigsten Werke konnte 2015 abgeschlossen werden. 555 Bücher konnten damit vor dem Verfall bewahrt werden. 185 Buchpaten hatten sich bis dahin mit insgesamt 167 000 Euro für die Restaurierung.

Seit 2016 wird das Projekt fortgeführt mit dem gezielten Ankauf antiquarischer Werke, die den historischen Bestand um bedeutende regionale Quellenwerke ergänzt. Aus dem eigenen Medienetat der Landesbibliothek kann diese Ergänzung des Bestandes nicht finanziert werden.

Bisher wurden sechs wertvolle Bücher mittels Spenden erworben, die für die regionalkundliche Sammlung Brandenburgica von großem Wert sind.

Im Jahr 2017 standen vier Bücher zur Auswahl, für deren Ankauf insgesamt 3363 Euro benötigt wurden. Alle Bücher fanden Spender und konnten nun in den Bestand der Brandenburgica eingeordnet werden. Insgesamt beteiligten sich 19 Buchpaten an der Finanzierung, denen am Dienstag gedankt wurde.

„Das Buchpatenprojekt ist ein gutes Beispiel für bürgerschaftliches Engagement. Über eine so lange Zeit hinweg dem Projekt die Treue zu halten, ist bemerkenswert. Darauf können wir in Potsdam stolz sein“, sagte Kulturdezernentin Noosha Aubel (parteilos) zur Eröffnung der Veranstaltung.

Für die nächste Spendenrunde wurden drei neue antiquarische Raritäten vorgestellt, die als wichtige Wissensquellen die Regionalsammlung bereichern können. Für den Kauf werden insgesamt 2200 Euro benötigt.

Mit Gabriele Fischer, der früheren Bibliotheksdirektorin und Begründerin des Buchpatenprojektes, meldete sich bereits die erste Buchpatin für die neue Runde. Gemeinsam mit einer Nachbarin will sie für den Ankauf einer 1756 bei Nicolai in Berlin erschienene „Abhandlung von den Maulbeerbäumen, den Seidenwürmern und dem Seidenspinnen“ spenden.

Außerdem auf der Wunschliste der Bibliothek sind das 1773 erschienene Kompendium „Inspektors der großen Königlichen Bilder-Gallerie zu Sans-Souci, Beschreibung aller Gemählde, Antiquitäten, und anderer kostbarer und merkwürdiger Sachen… „ sowie das 1685 gedruckte „Churfürstlich Brandenburgische Revidirte Land-Recht des Herzogthums Preußen…“. Weitere 800 Euro werden für die Restaurierung des bereits erworbenen Diätkochbuches von Johann Sigismund Elsholtz benötigt.

Info Mehr auf www.bibliothek-potsdam.de

Von Volker Oelschläger

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