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Potsdam Zeitverzug am Leipziger Dreieck
Lokales Potsdam Zeitverzug am Leipziger Dreieck
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18:41 16.05.2018
Der Umbau des Leipziger Dreiecks kommt später. Quelle: Foto: Gartenschläger.
Innenstadt

Planungsverzug am Leipziger Dreieck: Die Stadt muss die gesamte Umbaumaßnahme neu ausschreiben, weil sich im ersten Auftragsvergabeverfahren zu wenige Bieter fanden und diese den vorgegebenen Kostenrahmen nicht einhalten konnten. Das hat Baudezernent Bernd Rubelt bekannt gegeben. Man habe keine wirtschaftlich vertretbaren Angebote bekommen, sagte er – eine Folge der Baukonjunktur, die seit längerem auch schon im Schulsektor sichtbar ist: Es gibt genügend Geld und bundesweit sehr viele Aufträge, doch nicht genügend ausführende Firmen. Die wenigen, die sich auf europaweite Ausschreibungen dieser Größenordnung melden, verlangen dann mehr, als die Stadt bezahlen kann und will. Es geht um einen Bauvolumen von 24 Millionen Euro.

Wieviele Anbieter diesen Auftrag haben wollten und welche Kosten sie veranschlagt haben, konnte Stadtsprecherin Christine Homann aus wettbewerbsrechtlichen Gründen nicht sagen, auch nicht, wieviel die Angebote über dem Kostenrahmen lagen.

Nun muss die Gesamtbaumaßnahme in drei Einzelteile gesplittet werden, wodurch kleinere Firmen zum Zuge kommen und akzeptable Angebote erwartet werden.

Der erste Umbau-Abschnitt werde die Friedrich-Engels-Straße sein, teilte die Stadtverwaltung mit. Derzeit bereite man alles so vor, dass ein Baubeginn für diesen Teil noch im März 2019 möglich ist. Bislang war von einem Baustart im Juli/August 2018 die Rede. Dann sollte es mit Leitungsarbeiten losgehen, die man im März 2019 beenden wollte, um dann an den Gleis- und Straßenbau zu gehen. Eigentlich sollte im Februar 2020 alles fertig sein. Der detaillierte Zeitplan für das Bauvorhaben muss nun überarbeitet werden; weitergehende Informationen soll es im Bauausschuss am 29. Mai geben.

Die vierspurige Doppelkreuzung Heinrich-Mann-Allee / Leipziger Straße / Friedrich-Engels-Straße wird täglich von rund 50000 Fahrzeugen, etwa 9000 Fahrrädern und zusammen 36000 Menschen in öffentlichen Verkehrsmitteln passiert; in Berufsverkehrszeiten erstickt sie regelmäßig im Stau.

Aus Richtung Heinrich-Mann-Allee ist die Kreuzung auch die Wendeanlage für Straßenbahnen und das entgegen der Richtung des Kfz-Verkehrs. Durch den Umbau soll die Tram eine Wendemöglichkeit in der Friedrich-Engels-Straße bekommen.

Von den 24 Millionen Euro Umbaukosten trägt die Stadt „nur“ elf Millionen.

Entlang der Friedrich-Engels-Straße wird es vorerst nicht wieder eine Straßenbahntrasse gebaut – perspektivisch wäre dies aber möglich.

Von Rainer Schüler

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