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Potsdam Umjubelter Abschied der Puhdys in Potsdam
Lokales Potsdam Umjubelter Abschied der Puhdys in Potsdam
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17:27 13.09.2015
Dieter „Maschine“ Birr und Peter „Bimbo“ Rasym bei ihrem Auftritt am Sonnabend Quelle: Christel Köster
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Kirchsteigfeld

Es war ein umjubelter Auftritt, den die Ostrocker von den Puhdys am Sonnabend beim Sommerfest des SC Potsdam im Kirchsteigfeld gaben. Für viele der mehr als 5000 Besucher war die große Frage, ob es sich wirklich um die Abschiedstournee der Männer um Dieter „Maschine“ Birr handeln würde. Schließlich war die Band schon Ende der 80er-Jahre auf Goodbye-Tour.

Bildgewaltige Untermalung

Ja, stellte Frontmann Dieter „Maschine“ Birr gleich zu Beginn des Konzerts klar, „dies ist das letzte Mal, dass die Puhdys in Potsdam spielen“. Lange Zeit zum Trauern blieb den Fans freilich nicht – Birr und Co. legten richtig los. Bildgewaltig untermalt von Szenen aus dem Defa-Kultfilm „Die Legende von Paul und Paula“ und Aufnahmen von Puhdys-Konzerten aus den 70er- und 80er-Jahren hatte die Band ihr Publikum schon nach wenigen Minuten auf die nötige Betriebstemperatur gebracht. Eine überlebensgroße, aufgeblasene Frauenfigur – irgendwo zwischen Super-Heldin und Pin-up-Girl – tanzte im Wind der Ventilatoren mitten auf der Bühne.

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Nach 50 Jahren Bandgeschichte verabschieden sich die legendären Ostrocker von ihren Fans. Für Wehmut bleibt keine Zeit, die Männer um Frontmann Dieter „Maschine“ Birr legen richtig los und bringen Potsdam zum Abrocken.

Das Potsdamer Publikum zeigte sich textsicher, bereits den zweiten Song des Abends, „Geh’ zu ihr“, konnten auch diejenigen mitsingen, deren Geburt bei der Entstehung des Liedes im Jahr 1973 noch nicht einmal absehbar war.

Dass Schmerz und Wehmut nicht in der Luft lagen, mag an den noch anstehenden 36 Konzerten der Tour liegen. Die Zugaben machten deutlich, was die Puhdys von so vielen Bands unterscheidet: Ihre Hits sind generationenübergreifend, bei „Alt wie ein Baum“ und dem Eisbären-Song sangen Kinder wie Greise mit.

SC Potsdam bereit für noch mehr Gäste

Peter Rieger, Geschäftsführer des SC Potsdam und Organisator des traditionellen Sommerfests, zeigte sich zufrieden. „Das Wetter, die Künstler und das Publikum sind großartig, heute passt einfach alles“, so Rieger. Im Vorprogramm der Puhdys hatte die Jüterboger Band Six ihren Ruf als Unterhaltungsgarant bestätigt und das Publikum zum Tanzen gebracht. Peter Rieger kann sich nun sogar vorstellen, die Feier künftig noch größer zu gestalten: „Wir können hier bis zu 8000 Gäste auf dem Sportplatz empfangen, warum sollen wir also nicht den Ehrgeiz haben, weiterhin große Künstler einzuladen?“, so der Chef des größten Sportvereins im Land.

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Erst 12 Jahre alt und schon ein großer Fan ist der 12jährige Niklas Weber. „Ich bin mit meinen Eltern hier, durch die kenne ich auch diese Musik“, sagt der Siebtklässler. „’Alt wie ein Baum ist mein Lieblingslied“, verrät der Siebtklässler.

Am Sonntag schloss der SC Potsdam sein Kultur- und Sportwochenende mit einem großen Familienfest ab. Die Kleinsten kamen voll auf ihre Kosten, sie konnten auf dem Vereinsgelände die erfolgreichen WM- und Olympiateilnehmer bewundern und aktiv werden. Fußballschule, Kletterwand, Fahrradparcours und Ponyreiten ließen keine Wünsche offen.

Von Saskia Popp

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