Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Umjubelter Abschied der Puhdys in Potsdam

Sommerfest des SC Potsdam Umjubelter Abschied der Puhdys in Potsdam

Jetzt also wirklich: Nach 50 Jahren Bandgeschichte gehen die Ostrocker von den Puhdys in Rockerrente. Zuvor begeisterten sie das Potsdamer Publikum aber noch ein letztes Mal beim Sommerfest des SC Potsdam und trumpften mit Klassikern wie „Alt wie ein Baum“ auf. Wir haben uns umgehört, was die Menschen mit der Musik der Kultrocker verbinden.

Voriger Artikel
Roland Schulze macht „Berghain“ flott
Nächster Artikel
Wolfgang Joop zieht zurück ins Elternhaus

Dieter „Maschine“ Birr und Peter „Bimbo“ Rasym bei ihrem Auftritt am Sonnabend

Quelle: Christel Köster

Kirchsteigfeld. Es war ein umjubelter Auftritt, den die Ostrocker von den Puhdys am Sonnabend beim Sommerfest des SC Potsdam im Kirchsteigfeld gaben. Für viele der mehr als 5000 Besucher war die große Frage, ob es sich wirklich um die Abschiedstournee der Männer um Dieter „Maschine“ Birr handeln würde. Schließlich war die Band schon Ende der 80er-Jahre auf Goodbye-Tour.

Bildgewaltige Untermalung

Ja, stellte Frontmann Dieter „Maschine“ Birr gleich zu Beginn des Konzerts klar, „dies ist das letzte Mal, dass die Puhdys in Potsdam spielen“. Lange Zeit zum Trauern blieb den Fans freilich nicht – Birr und Co. legten richtig los. Bildgewaltig untermalt von Szenen aus dem Defa-Kultfilm „Die Legende von Paul und Paula“ und Aufnahmen von Puhdys-Konzerten aus den 70er- und 80er-Jahren hatte die Band ihr Publikum schon nach wenigen Minuten auf die nötige Betriebstemperatur gebracht. Eine überlebensgroße, aufgeblasene Frauenfigur – irgendwo zwischen Super-Heldin und Pin-up-Girl – tanzte im Wind der Ventilatoren mitten auf der Bühne.

6abc5a9a-5a25-11e5-8298-90c9307b683a

Nach 50 Jahren Bandgeschichte verabschieden sich die legendären Ostrocker von ihren Fans. Für Wehmut bleibt keine Zeit, die Männer um Frontmann Dieter „Maschine“ Birr legen richtig los und bringen Potsdam zum Abrocken.

Zur Bildergalerie

Das Potsdamer Publikum zeigte sich textsicher, bereits den zweiten Song des Abends, „Geh’ zu ihr“, konnten auch diejenigen mitsingen, deren Geburt bei der Entstehung des Liedes im Jahr 1973 noch nicht einmal absehbar war.

Dass Schmerz und Wehmut nicht in der Luft lagen, mag an den noch anstehenden 36 Konzerten der Tour liegen. Die Zugaben machten deutlich, was die Puhdys von so vielen Bands unterscheidet: Ihre Hits sind generationenübergreifend, bei „Alt wie ein Baum“ und dem Eisbären-Song sangen Kinder wie Greise mit.

SC Potsdam bereit für noch mehr Gäste

Peter Rieger, Geschäftsführer des SC Potsdam und Organisator des traditionellen Sommerfests, zeigte sich zufrieden. „Das Wetter, die Künstler und das Publikum sind großartig, heute passt einfach alles“, so Rieger. Im Vorprogramm der Puhdys hatte die Jüterboger Band Six ihren Ruf als Unterhaltungsgarant bestätigt und das Publikum zum Tanzen gebracht. Peter Rieger kann sich nun sogar vorstellen, die Feier künftig noch größer zu gestalten: „Wir können hier bis zu 8000 Gäste auf dem Sportplatz empfangen, warum sollen wir also nicht den Ehrgeiz haben, weiterhin große Künstler einzuladen?“, so der Chef des größten Sportvereins im Land.

4c1594f2-59fe-11e5-8298-90c9307b683a

Wer kennt ihn nicht, ihren größten Hit: „Alt wie ein Baum“? Die Puhdys sind nach 50 Jahren gemeinsamer Musik auf Abschiedstournee. Am Wochenende haben sie die Menschen in Potsdam begeistert. Die waren aus unterschiedlichen Gründen zum Konzert gekommen. Wir haben mit einigen Gästen gesprochen. Eins ist dabei klar: Die Puhdys sind eben Kult.

Zur Bildergalerie

Am Sonntag schloss der SC Potsdam sein Kultur- und Sportwochenende mit einem großen Familienfest ab. Die Kleinsten kamen voll auf ihre Kosten, sie konnten auf dem Vereinsgelände die erfolgreichen WM- und Olympiateilnehmer bewundern und aktiv werden. Fußballschule, Kletterwand, Fahrradparcours und Ponyreiten ließen keine Wünsche offen.

Von Saskia Popp

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam
Potsdams Innenstadt - vor und nach dem Krieg

Der 14. April 1945 ist ein sonniger, warmer Frühlingstag – ein Sonnabend.  Um 22:15 Uhr ertönen die Sirenen, Bomben fallen auf Potsdam und wenig später marschiert die russische Armee in Potsdam ein. Das Stadtbild ist ein anderes geworden.

Das Protokoll zum Luftangriff: www.maz-online.de/Nacht-von-Potsdam

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg