Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Umworbenes Potsdam
Lokales Potsdam Umworbenes Potsdam
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:53 08.07.2017
Besucher in den Gärten der Schlossanlage von Versailles. Quelle: dpa
Potsdam

Ernsthafte Verhandlungen zur Aufnahme einer weiteren Städtepartnerstadt laufen mit Versailles. Kontakte zur französischen Residenzstadt, die wie Potsdam Weltkulturerbe birgt, gibt es bereits seit vielen Jahren etwa über die Schlösserstiftung. Ende September unterzeichneten die Oberbürgermeister beider Städte eine Absichtserklärung mit dem Ziel einer Städtepartnerschaft.

Parallel zu Versailles gibt es seit einigen Jahren Bestrebungen von Potsdamern zur Begründung einer Städtepartnerschaft mit dem ostafrikanischen Sansibar. Kontakte zur tansanischen Inselstadt gibt es etwa über Umweltprojekte und das Sansibar-Filmfestival, das bereits mehrfach im Potsdamer Filmmuseum gastierte. Auch Sansibar kann Unesco-Weltkulturerbe aufweisen.

Aus China kamen nach Mitteilung des Rathauses seit 2003 insgesamt sieben Anfragen zur Aufnahme einer Städtepartnerschaft mit Potsdam.

China klopft an

Die unweit von Peking gelegene Kaiserstadt Chengde bemüht sich um eine Städtepartnerschaft mit Potsdam

Die chinesische Kulturmetropole Chengde ist an einer Städtepartnerschaft mit Potsdam interessiert. Das bestätigte Kulturdezernentin Iris JanaMagdowski (CDU), die im Juli des vergangenen Jahres stellvertretend für Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) eine Delegation der 700000-Einwohner-Stadt mit Vertretern von Wirtschaft, Kunst und Verwaltung in Potsdam begrüßte: „Sie erwarten jetzt eine Aussage.“ Das 160 Kilometer westlich von Peking gelegene Chengde war die Sommerresidenz der chinesischen Kaiser. Ebenso wie Potsdam birgt die Stadt Unesco-Welterbe.

Kontakte gibt es seit 2010. Nach der Beteiligung von Künstlern aus Chengde an einer Ausstellung zum 40. Jahrestag der diplomatischen Beziehungen zwischen der Volksrepublik China und der Bundesrepublik Deutschland im Spätsommer 2012 in der Schiffbauergasse kam es im Oktober 2013 zum Gegenbesuch einer kleinen Künstlerdelegation in Chengde. Marianne Gielen, die gemeinsam mit ihren Künstlerkollegen Sabine Schneider und Peter Lindenberg für drei Wochen Gast der Kaiserstadt war, übermittelte Potsdam das Interesse der Chinesen an einer Städtepartnerschaft mit der persönlichen Feststellung: „Ich denke, an China kommen wir in Zukunft nicht vorbei. Es wäre Wahnsinn, sich diesem Land zu verschließen.“ Ähnlich äußerte sich Annette Mertens, die 2007 in Potsdam den Verein Teehausgalerie als Gesellschaft für deutsch-chinesischen Künstler- und Kulturaustausch gegründet hat. Eine fast zeitgleich mit Chengde geäußerte Anfrage der Sechs-Millionen-Stadt Hangzhou sei ihrer Ansicht nach von Potsdam vor einiger Zeit zu Recht abgelehnt worden, weil die Städte zu ungleich seien. Chengde und Potsdam hingegen seien sich in vielem sehr ähnlich. Auch Magdowski sagt: „Cheng de wäre die Stadt, die zu uns passen würde.“

Gielen, langjährige Vorsitzende des Landesverbandes bildender Künstler, kritisierte, dass Oberbürgermeister Jakobs sich in Sachen Chengde bisher komplett zurück halte: „Ich denke, man kann so nicht miteinander umgehen.“

Insgesamt seien bei der Landeshauptstadt in den vergangenen zehn Jahren etwa 30 Anfragen in Sachen Städtepartnerschaft unter anderem aus der Türkei, Russland, Weißrussland, Indien, Schweden, Ukraine, Spanien, Polen, Tansania, Armenien, Serbien und Taiwan eingegangen.

Von Volker Oelschläger

Potsdam Filmmuseum will Marstall im September 2014 wiedereröffnen - Baustelle mit Hindernissen

Nach aufwendigen Sanierungsarbeiten wird das Filmmuseum nach Angaben von Sprecherin Christine Handke voraussichtlich im September 2014 sein Stammhaus im Marstall an der Breiten Straße wieder eröffnen können. Seit April 2013 werden von der Schlösserstiftung umfangreiche Baumaßnahmen zur Brandschutzsanierung und Barrierefreiheit ausgeführt.

26.12.2013
Potsdam Streit um Blitzableiter trifft Verein aus heiterem Himmel - Archiv-Wiedereröffnung verzögert sich

Die Wiedereröffnung des alternativen Kulturzentrums Archiv in der Leipziger Straße ist aufs neue Jahr verschoben worden. Grund sind nach Angaben des Betreibervereins zusätzliche Forderungen der Bauaufsicht. Der Verein zeigt sich überrascht und verweist zudem auf eine Absprache mit der Bauaufsicht.

26.12.2013
Potsdam Naturkundemuseum in Potsdam macht Evolution erlebbar - Am Anfang war die Urzikade

Zur Zeit gibt es im Naturkundemuseum relativ häufig Großalarm. Das ohrenbetäubende Kreischen eines Sägewerks lässt Vitrinen und Präparate erzittern, hallt durch den Treppenflur, erfüllt die Nachbarräume, bevor es jäh wieder verstummt. Und man glaubt es kaum, dieser Krach wirkt sehr anziehend - zumindest wenn man eine Zikade ist.

26.12.2013