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Umzug Anfang 2017: ILB-Bau ist im Zeitplan

Potsdams Mitte Umzug Anfang 2017: ILB-Bau ist im Zeitplan

Sowohl die Kosten als auch der Zeitplan werden offenbar eingehalten – die Investitions- und Landesbank Brandenburg zeigt sich als Musterschüler in Sachen Bauherrentum. Bis Jahresende soll der Glaspalast am Bahnhof fertig werden, der Umzug der rund 700 Mitarbeiter steht dann für Anfang 2017 an.

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Vorstand Tillmann Sprenger erläutert vor dem Neubau die Pläne.

Quelle: Friedrich Bungert

Mitte. Die Bauarbeiten für das neue Domizil der Investitions- und Landesbank Brandenburg (ILB) plus Zukunftsagentur (ZAB) sind im Zeit- und Kostenplan. Das versicherte ILB-Vorstand Tillmann Stenger am Montag bei einem Rundgang über die Baustelle. Bis Jahresende will die Bank mit ihrem 94-Millionen-Euro-Bau fertig werden, und es sieht aus, als würde ihr das gelingen: Der Rohbau ist rundum geschlossen, nur Fassaden-Schmuck-Elemente aus sandfarbenem Beton werden derzeit noch Stück für Stück eingeschoben.

Auch die Haustechnik – Heizung, Belüftung, Klima, Kabel in den Böden – ist schon sehr weit, ein positiver Nebeneffekt des Bebauungsplans. Der verbot wegen der Sichtachsen – unter anderem vom Brauhausberg – Aufbauten auf dem Dach, also musste alles in den Keller. Der Haupteingang, nahezu auf der Höhe des Ausgangs des Hauptbahnhofs im Norden, wird die zentrale Pforte der drei verbundenen Gebäude – hier müssen alle Mitarbeiter und Besucher durch. Der eine Flügel des großen Portals ist gesplittert, ein Unfall, wie er auf Baustellen mit teilweise über 200 Handwerkern schon mal vorkomme, sagt Bauleiterin Maya Stillmann. Die Kosten trage die Versicherung des Verursachers.

Das Erdgeschoss heißt im ILB-Sprech „Auengeschoss“, weil es nach Norden hin bodengleich mit der Nuthe-Auenlandschaft verläuft. Nach Süden, zum Hauptbahnhof hin, steigt das Gelände etwas an, weshalb hier die Tiefgarage mit 116 Stellplätzen errichtet wurde. Weitere 151 Stellplätze werden östlich vom Gebäude auf einer Freifläche entstehen. Auf die Umsetzung eines geplanten zweiten Tief-Parkgeschosses wurde wegen der hohen Kosten von allein acht Millionen Euro verzichtet. Auch ohne dies war das Tiefgeschoss, das 80 Prozent der Haustechnik aufnimmt, wegen der nötigen weißen Wanne in direkter Nuthenähe das teuerste, sagt Tillmann Stenger.

Es wird nicht nur äußerlich ein moderner Bau: Lüftung, Heizung und Kühlung funktionieren automatisch, in den teilweise mit vier Scheiben versehenen bodenhohen Fenstern befinden sich Rollos, die sich je nach Sonnenstand auf- oder zuziehen. Zwar lassen sich alle Fenster ankippen, aber das sei eher „fürs gute Gefühl“ der Mitarbeiter, so Maya Stillmann, bei einer Öffnung von zwölf Zentimeter ströme nur wenig Luft herein, und jene aus der Belüftung sei sauberer und quasi „leiser“ als die Abgase von der Babelsberger Straße.

700 Mitarbeiter von ILB und dem künftigen Mieter ZAB werden umziehen, vermutlich zu Jahresbeginn. Das derzeitige Domizil an der Steinstraße drohte schon in den letzten Jahren aus den Nähten zu platzen. „Wobei Umzug der falsche Begriff ist“, ergänzt Stenger: Alle Computer und alles Mobiliar werde neu gekauft, die Akten elektronisch vorgehalten. Bestenfalls fahren die ILB-Mitarbeiter am ersten Arbeitstag in der Mitte daher einfach zu einem neuen Ort.

Durch die starke Verglasung ist es innen sehr still, die Büros sind weder Zellen – wie in der Steinstraße – noch Großräume, sondern eine Mischung, „ein ganz neues Konzept“. Der Bauherr denkt auch an Umwelt und Gesundheit: Der Platz am Bahnhof soll viele Mitarbeiter zum Umstieg auf Öffentliche Verkehrsmittel oder das Rad animieren, es gibt einen Raum für Gesundheitstraining und gesundes Essen aus der hauseigenen Küche. Die Zahl der Fahrradparkplätze ist fast genau so groß wie die für Autos.

Tillmann Stenger freut sich zudem auf den großen Konferenzraum, der mit einem eigenen Regieraum und Dolmetscherkabinen ausgestattet ist und bis zu 400 Personen fast – in der Steinstraße mussten für solche Anlässe immer externe Räume angemietet werden.

Wer einen Tresor sucht, kann übrigens lange suchen: Den gibt es in der ILB nur für Akten, das Geld wird ausschließlich digital verwaltet. Trotzdem fand sich auf dem Rundgang ein 50-Cent-Stück.

Von Jan Bosschaart

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