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Umzugspläne für Comenius-Schule

Potsdam sucht Platz für immer mehr Erstklässler Umzugspläne für Comenius-Schule

In Sicht des Potsdamer Brauhausberges entsteht ein neues Viertel nach dem anderen. Nun sind die Schulplaner alarmiert. Noch 2011 dachte man, dass die Anzahl von Kleinkindern und Erstklässler in dem Gebiet konstant bleibt. Jetzt wurden die Zahlen nach oben korrigiert. Eine Folge: Die Comenius-Förderschule könnte einer dringend benötigten neuen Grundschule weichen.

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Die Comenius-Förderschule soll einer Grundschule weichen.

Quelle: Christel Köster

Potsdam. Die Comenius-Förderschule am Potsdamer Brauhausberg muss möglicherweise schon bald weichen, um Platz für eine Grundschule für das Einzugsgebiet Hauptbahnhof, Templiner und Teltower Vorstadt zu schaffen. Nach einem der MAZ vorliegenden Sachstandsbericht der Projektgruppe Schulentwicklungsplanung, der an diesem Mittwoch im Hauptausschuss in erster Lesung vorgestellt wird, kann der Bedarf an Schulplätzen „aufgrund der deutlich positiveren Entwicklung der Bevölkerungszahlen“ nicht mehr über Schulen in den benachbarten Stadtviertel abgedeckt werden.

Es werde „daher vorgeschlagen, im Raum 601 eine geeignete Fläche für eine Grundschule zu identifizieren und zu sichern“. In diesem Zusammenhang müsse „auch die Option der Verlagerung der Comenius-Schule und die mögliche Nutzung des gegenwärtigen Standortes für eine Grundschule geprüft werden“.

An der 1991 gegründeten Comenius-Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung wurden im vergangenen Schuljahr mehr als 108 Schüler im Alter von sechs bis 21 Jahren in zwölf Klassen unterrichtet. Unter den Schülern sind auch Kinder und Jugendliche mit einer Mehrfachbehinderung und Autismus. Neben 34 Lehrern waren im vergangenen Schuljahr sechs Unterrichtshelfer, eine Logopädin, eine Physiotherapeutin und ein Schulsozialarbeiter tätig.

Auf einen von den Stadtverordneten bestätigten Antrag von CDU und SPD gibt es seit dem Frühjahr Prüfungen zu einer Erweiterung der Schule, die an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt ist. Eine Option ist „die Verlagerung der Comenius-Schule und die mögliche Nutzung des gegenwärtigen Standortes für eine Grundschule“, wie die Verwaltung in einem ersten Zwischenbescheid mitteilte.

Wichtige Entscheidungen zur Schulentwicklung

In dem aktuellen Sachstandsbericht der Projektgruppe Schulentwicklungsplanung werden grundlegende Entscheidungen für die kommenden Monate angekündigt.

Vorbereitet wird der Beschluss zur Errichtung eines dreizügigen Gymnasiums an der Haeckelstraße in Potsdam-West. Die aktuell dort untergebrachte Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule soll 2016 auf das Bornstedter Feld umziehen.

Im November soll die Vorlage für den Beschluss zur Errichtung einer mittelfristig dreizügigen Grundschule mit Hort im Bereich der Roten Kasernen in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht werden.

Erledigt sind Machbarkeitsstudie und Kostenschätzung für die Erweiterung der Montessori-Oberschule um eine Sekundarstufe. Die Ergebnisse sollen im November öffentlich werden.

Die Grenze des für die neue Grundschule benannten Planungsraums 601 umfasst die Insel Hermannswerder, Speicherstadt und Brauhausberg, die Wohnungsneubauten an der Babelsberger Straße, die Teltower Vorstadt und die Siedlung Eigenheim. Im Jahr 2011 rechnete man bei Kindern im ersten Lebensjahr bis 2020 mit einer Zunahme von damals 70 auf gerade einmal 73, nach der 2015 aktualisierten Bevölkerungsprognose ist die Stadt im Jahr 2020 auf 125 Kinder im ersten Lebensjahr vorbereitet.

Vergleichbar ist die Entwicklung bei den Kindern im siebten Lebensjahr. Hier ging die Stadt in ihrer 2011 aufgestellten Bevölkerungsprognose von einer stagnierenden Entwicklung aus: Ebenso wie 2011 rechnete man demnach auch für 2020 mit 49 Kindern im siebten Lebensjahr. Nach der 2015 aktualisierten Bevölkerungsprognose kann sich die Stadt im Jahr 2020 auf 104 Kinder einstellen.

Von Volker Oelschläger

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