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Nuthebrücke: Eisenstange auf der Schiene

Potsdam schrammt an Tram-Unglück vorbei Nuthebrücke: Eisenstange auf der Schiene

Nicht auszudenken, welch böses Ende dieser Vorfall hätte nehmen können: Unbekannte haben ein vier Meter langes Eisenrohr in den Tramschienen auf der Nuthestraßenbrücke verkeilt und so eine Entgleisung provoziert. Das Unglück wurde in letzter Sekunde verhindert.

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Die Polizei im Einsatz.

Quelle: dpa

Babelsberg. An einem Unglück ist der Potsdamer Verkehrsbetrieb Vip vorbeigeschrammt. Unbekannte hatten am Montagabend um kurz vor Mitternacht ein etwa vier Meter langes Eisenrohr in den Schienen der Straßenbahnbrücke über die Nutheschnellstraße verkeilt und eine Entgleisung provoziert. Zum Glück fiel das Rohr einem entgegenkommenden Tramfahrer auf. Er verständigte sofort den Verkehrsbetrieb, so dass der zuständige Dispatcher das Eisenrohr entfernen konnte, bevor es zu einem Zusammenstoß mit einer Straßenbahn kommen konnte.

„Es hätte richtig viel passieren können“, sagt Unternehmenssprecher Stefan Klotz. „Eine Eisenstange auf ein Straßenbahngleis zu legen, das ist kein Kavaliersdelikt. Es handelt sich hierbei um eine vorsätzliche Gefährdung des Lebens von Fahrgästen und anderen Verkehrsteilnehmern. So etwas hatten wir in dieser Qualität noch nicht in Potsdam.“ Zwar komme es immer wieder vor, dass Steine auf die Schienen gefunden werden. „Und Kinder neigen gelegentlich dazu, eine Münze aufs Gleis zu legen und sich darüber zu freuen, wie platt sie ist, nachdem die Bahn drüber gefahren ist“, so Klotz. Einen vergleichbaren Vorfall habe es aber noch nicht gegeben.

Die Folge hätte laut Klotz eine Entgleisung sein können – und das auf einer Brücke. „Brücken haben zwar einen speziellen Schutz, der ein Herunterstürzen des Straßenbahnzuges verhindert“, erklärt Klotz. „Dennoch hätten im Falle der Havarie Fahrzeugteile, Schotter und die Eisenstange selbst auf die Nuthestraße fallen können.“

Die Potsdamer Kriminalpolizei ermittelt nun zu einem gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr. Darauf stehen hohe Haftstrafen von bis zu zehn Jahren. Schon der Versuch ist strafbar.

Von MAZ-Online

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