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Unfallgefahr – Polizei macht Jagd auf Jetski-Raser

Start der Wassersaison Unfallgefahr – Polizei macht Jagd auf Jetski-Raser

Wassermotorräder sind auch in den Gewässern in und um Potsdam beliebt. Die Wasserschutzpolizei hat die Fahrer in den startenden Saison verstärkt im Blick, denn die Unfallgefahr ist groß.

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Die Wasserschutzpolizei auf „Streife“.

Quelle: Julian Stähle

Potsdam. Sie machen Spaß, sind schnell – und können schnell gefährlich werden. Die auch in den Gewässern in und um Potsdam beliebten und bis zu 130 km/h schnellen Wassermotorräder sind in dieser Saison verstärkt im Visier der Polizei. Das kündigte Westbrandenburgs oberster Wasserschützer Joachim Pötschke am Mittwoch an.

„Dabei geht es nicht darum, den Spaß am Wassersport zu vermiesen“, so der Leiter der Wasserschutzpolizei in der Direktion West, die für rund 300 Kilometer Wasserstraßen zuständig ist. Vielmehr sollen die erheblichen Belästigungen und Gefährdungen durch zu schnell fahrende Wassermotorräder minimiert werden. Für die Flitzer, die unter dem Namen Jetski oder Jetboot verbreitet sind, gelten inzwischen neue Vorschriften. Auf den Binnenschifffahrtsstraßen dürfen Jetskis nur auf freigegebenen Flächen benutzt werden. Ausnahme: Um ein solch legales Gewässer zu erreichen, können Jetski-Fahrer auch durchs „Sperrgebiet“ fahren – allerdings nur auf kürzestem Weg und in Gradeauskurs. Heißt: Zick-Zack-Fahren ist verboten. Auch für Wanderfahrten von A nach B dürfen die Minischnellboote benutzt werden. Nicht erlaubt: mehrfaches Hin- und Her-Fahren zwischen Start und Ziel. Auch auf die Einhaltung der Geschwindigkeit wird wie bei allen anderen Sportbooten geachtet. Auf Seen und seenartigen Verbreiterungen von mehr als 250 Metern gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h. Auf der Potsdamer Havel sind nur 12 km/h erlaubt.

Betrunkene Freizeitkapitäne

Auch für Alkohol am Ruder gelten strenge Regeln: maximal 0,5 Promille sind für Sportbootführer erlaubt. Mit verstärkten Alkoholkontrollen, gerade am bevorstehenden Himmelfahrtstag mit vielen trinkfreudigen Havelschippern, will die Polizei für Sicherheit sorgen. Im Vorjahr wurden 17 Freizeitkapitäne mit Fahne erwischt. Fünf weniger als in den beiden Jahren zuvor. Bei den Berufsschiffern wurden 2016 vier Verstöße geahndet. Die Zahl der Unfälle in der Berufsschifffahrt ist gesunken, von 24 im Jahr 2015 auf 18. „Es ist erfreulich, dass unsere Schwerpunktkontrollen offensichtlich Wirkung zeigen“, so Direktionsleiter Peter Meyritz. Dafür ist die Zahl der Unfälle in der Sportschifffahrt weiter gestiegen: Im Vorjahr krachte es 63 Mal auf dem Wasser, ein Jahr zuvor 57 Mal.

Im gesamten Land Brandenburg ertranken im Vorjahr 31 Menschen, darunter auch ein Kind. „Unfallschwerpunkt sind weiterhin die unbewachten Binnengewässer“, so Peter-Michael Kessow, Präsident der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Brandenburg. 75 Prozent der Opfer ertranken in Flüssen, Bächen, Seen und Teichen.

Von Marion Kaufmann

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