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Ungeschützter Verkehr – direkt vorm Landtag

Heikle Situationen Ungeschützter Verkehr – direkt vorm Landtag

Auf Antrag der Linken soll eine Lösung für den Weg am Landtag her. Radler und Fußgänger müssen sich bislang die Fläche teilen – es fehlt an Abtrennungen. Oft kommt es zu heiklen Situationen. Nur ein so genanntes Schild wirbt für gegenseitige Rücksichtnahme. Aber der Alltag sieht oft anders aus – Beschimpfungen und Aggressionen inklusive.

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Radler flitzt an Kleinkind vorbei – das hätte leicht ins Auge gehen können.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Innenstadt. Die Verkehrssituation für Radler und Fußgänger an der südlichen und westlichen Seite des Landtags sorgt weiterhin für Kopfzerbrechen. „Der Oberbürgermeister wird beauftragt, erneut zu prüfen, wie die Verkehrssicherheit für Radfahrer und Fußgänger gewährleistet beziehungsweise erhöht werden kann“, heißt es in einem Antrag der Linken-Fraktion.

Vor allem der Bogen am Mercure-Hotel und die Kurve vor dem Landtag haben es in sich. Hier rauschen Radler mit Schwung die Lange Brücke hinab in einen Weg, den sie sich mit Fußgängern teilen müssen. Nur ein Schild mit Piktogrammen mahnt zur gegenseitigen Rücksichtnahme. Im Volksmund wird es „Gutmenschenschild“ genannt. Aber nicht immer wirkt es.

Beschimpfungen und aggressives Verhalten

Der Linken-Stadtverordnete Michél Berlin schilderte in der Sitzung am Mittwoch einige Szenen auf dem nicht klar getrennten Weg. „Es gibt Konflikte zwischen sich entgegenkommenden Radfahrern und zwischen Radfahrern und Fußgängern“, berichtete Berlin von Beschimpfungen und teilweise aggressivem Verhalten. Das Problem war schon kurz nach der Eröffnung des Landtags ein Thema. Damals erklärten die Verkehrsplaner, dass die Fläche nicht ausreiche, um einen Radweg abzumarkieren, der den Erfordernissen der Straßenverkehrsordnung genügt.

Auch die CDU wirbt für eine andere Lösung

Der Linken-Vorstoß wurde am Mittwoch ausdrücklich von der CDU unterstützt. Clemens Viehrig erinnerte daran, dass seine Fraktion bereits vor einigen Jahren große Bedenken geäußert habe – diese seien aber vom damaligen Baudezernenten Matthias Klipp (Grüne) vom Tisch gewischt worden.

Der Antrag ist zur Beratung in den Bauausschuss überwiesen worden.

Von Ildiko Röd

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