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Potsdam Universität Potsdam tanzt zum vierten Male
Lokales Potsdam Universität Potsdam tanzt zum vierten Male
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08:11 15.02.2016
Universitätspräsident Oliver Günther Quelle: MAZ
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Gribenitzsee

Federleicht gleiten die Hände der Aktionskünstlerin Aljona Voynova über die ockerfarbene Projektionsfläche. Wie Feenstaub streut sie ihren Zaubersand auf die Fläche, wischt mit den Händen leicht darüber und zeichnet dann sacht mit den Fingerspitzen Linien und Flächen hinein. Und plötzlich entsteht vor hunderten festlich gekleideten Besuchern im Foyer des Hauses 6 ein neckisch gezeichnetes Studentenpärchen. Ein Wisch – und die Figuren sind zum Entsetzen der Zuschauer verschwunden, ein paar weitere filigrane Bewegungen und ein Basketball purzelt ins Netz.

Die Sandkünstlerin hat das Studienfach Sport der Universität Potsdam dargestellt. Noch ein paar Bewegungen und zum Rund des Balls gesellen sich Planeten und Sterne: das Studienfach Astronomie. Zum Schluss erscheint neben einem Stapel Bücher und einem in den Sand gezeichneten Doktorhut die Aufschrift „25 Jahre Universität Potsdam“. Die Ballbesucher jubeln. Selbst Universitätspräsident Oliver Günther sagt nur noch „unglaublich“. Der Auftritt der Sandkünstlerin Aljona Voynova war einer der Höhepunkte des Universitätsballs 2016.

Zum vierten Male hatte die Alma mater am Sonnabend zum Tanz geladen – und die Professoren und ihre Studierenden hatten sich nicht lange bitten lassen. Wer sonst in Jeans und T-Shirt in den Räumen des Hauses 6 auf dem Campus Griebnitzsee zur Vorlesung schlendert, erschien im Smoking oder Ballkleid. Bei den Damen schien dieses Jahr eher klassisches Schwarz und Weiß zu dominieren. Neben dunklen Glitzerroben wurde auch das Kleine Schwarze wieder vielfach gesichtet. Wer sich zur Farbe bekannte, tat es richtig: in feurigem Kirschrot oder glänzendem Grün.

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Zum vierten Male lud die Universität Potsdam zu ihrem traditionellen Hochschulball. Weil er ins Jahr des 25. Geburtstags fiel, gab es viele Extraüberraschungen.

Silke Engel, als Pressesprecherin der Universität zum Organisationsteam gehörend, freut sich, dass sich in den festlich orange und blau illuminierten Räumen Jung und Alt ungezwungen mischen. „Sonst ist es so steif auf Bällen, aber hier tanzen alle gleich los“, meint sie. Tatsächlich haben Präsident Oliver Günther und seine bezaubernde Lebensgefährtin Sushmitha Swaminathan schon um halbzehn zusammen mit vielen anderen Paaren ihren ersten flotten Diskofox aufs Parkett gelegt. Doch, doch, meint die dunkelhaarige Schöne, Saturday-Night-Fever – auch wenn es wie gerade eben von der Diskette käme – sei schon ihr Ding. Am liebsten aber, gesteht sie, würde sie einen Rock 'n' Roll tanzen, am besten gespielt von der hauseigenen Band „Schwungkollegium“. Die hat aber mit dem Präsidenten erst noch einen Auftritt. Günther, der bislang bei jedem Uniball eine Gesangsdarbietung hatte, kommt dieses Jahr mit erweitertem Repertoire auf die Bühne und wagt sich an Kurt Weills und Bert Brechts „Mackie-Messer-Ballade“. Dass er dabei das R ziemlich gefährlich rollt, fällt auch der Moderatorin des Abends, Juliane Adam von Radio Potsdam, auf. Doch Günther und die Sandkünstlerin Aljona Voynova sind nicht die einzigen Extras, die es zum 25-Jährigen gibt.

„Aaahs“ und „Oohs“ im Foyer erklingen lässt auch die Artistin „Vienna“, die mit blonder Punkmähne katzengleich durch einen zwei Meter über dem Boden hängenden Reifen turnt. Mal hält sie sich nur mit ihren Füßen darin fest, mal schwingt sie elegant an dessen Oberseite, um dann gleich in einen Spagat hineinzufallen. Ebenso wie die Universität in ihren 25 Jahren Geschichte wusste auch „Vienna“ das Motto des Abends zu beherzigen: Immer in „Ballance“ bleiben!

Von Rüdiger Braun

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