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Potsdam Unkonventionelle Männerwirtschaft
Lokales Potsdam Unkonventionelle Männerwirtschaft
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00:17 04.11.2013
Herzensbrecher: Die Jungs Tom Hoßbach, Lukas Kartsch, Gerrit Klein und Maurizio Magno (v.l.) mit Serienpapa Simon Böer. Quelle: ZDF/ Frank Dicks
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Potsdam-Babelsberg

Böer, Absolvent der Babelsberger Filmhochschule "Konrad Wolf", spielt den protestantischen Bonner Pfarrer Andreas Tabarius, der mit beiden Beinen im Leben steht und sich außer um die Nöte seiner Gemeindemitglieder, nach dem Tod seiner Frau Natalie auch um die vier Söhne im Alter von sechs bis zwanzig Jahren kümmern muss.

Die erste von zehn Folgen der im Sommer in Köln, Bonn und Umgebung gedrehten Familienserie läuft heute ( Sonnabend, um 19.25 Uhr), dann im Wochenrhythmus.

Das Rollenprofil "klang nach Herausforderung" erinnert sich Böer ans erste Lesen des Drehbuchs von Christian Pfannenschmidt. Dann habe sich der 39-Jährige "schnell in die Figur des unkonventionellen, manchmal über die Stränge schlagenden Pfarrers verliebt". Denn Tabarius ist kein Birkenstock-Sandalen tragender Wir-haben-uns-alle-lieb-Langweiler. Die Serienmacher gestehen ihrem Helden amouröse Verwicklungen und unwirsches Verhalten zu, genau das mag Böer: "Wenn sich Tabarius emotional vergaloppiert, muss er sein Auftreten relativieren - darin ähnele ich ihm. Gleichgültigkeit, Illoyalität, Ungerechtigkeit sind mir auch zuwider."

Und wie hält es Böer mit dem Glauben? "Ich habe Kriminelle und Polizisten gespielt, sollte aber nie mein Verhältnis zur Staatsgewalt erklären. Aber weil ich jetzt Fernsehpfarrer bin, muss ich meinen Bezug zur Religion darlegen", sagt Böer und lacht. Eine Antwort verweigert der katholisch getaufte Mime trotzdem nicht. "Ich bin nicht mehr konfessionell gebunden, lebe keine grundsätzliche Distanz zur Kirche, aber störe mich an der ideologischen Macht, die manchmal dahinter steckt. Ansonsten habe ich viele inspirierende Geistliche getroffen", sagt der zweifache Vater. Böer hat als TV-Seelsorger offenbar einen richtig guten Job gemacht. Der Produktion stand Pfarrer Mathias Bonhoeffer (Enkel des von den Nazis ermordeten Theologen Dietrich Bonhoeffer) von der Kölner Kartäuserkirche beratend zur Seite. Nach Drehschluss fragte Bonhoeffer den Schauspieler, ob er am ersten Advent die traditionelle Gastpredigt übernehmen wolle. Böer zögerte erst, sagte aber zu: "Jetzt bin ich ziemlich aufgeregt."

Nicht kalt gelassen hat Böer auch der Dreh zu Lars von Triers "Nymphomaniac", 2014 hierzulande im Kino startendes Drama mit Skandalpotenzial und vielen Stars: Uma Thurman, Charlotte Gainsbourg, Shia LaBeouf, Willem Dafoe. "Ich bin froh, Teil dieses Teams gewesen zu sein", erzählt Böer und lobt den als mindestens schwierig geltenden dänischen Regisseur: "Es war ein tolles, professionelles, absolut präzises Arbeiten mit Lars." Im Kasten sind zudem eine RTL-Komödie mit Cordula Stratmann und "Letzte Spur Berlin". Bei dieser Folge der ZDF-Krimiserie saß auf dem Regiestuhl Nicolai Rohde, hinter der Kamera stand Guntram Franke, davor Florian Panzner - wie Böer Babelsberger Absolventen. "Das war wie beim Klassentreffen und hat viel Spaß gemacht, zusammen zu arbeiten. Man merkt, was für eine gute Talenteschmiede die Filmhochschule ist", schwärmt Böer.

Von Ricarda Nowak

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