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Untreue-Prozess wird unendliche Geschichte

Ex-Kassiererin von Sanssouci Untreue-Prozess wird unendliche Geschichte

Wird in diesem Fall jemals ein Urteil gesprochen? Erneut hat sich die wegen Untreue angeklagte Ex-Kassiererin der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten krank gemeldet. Bereits im Herbst 2010 soll die heute 65-jährige Potsdamerin aus dem Tresor des Besucherzentrums an der Historischen Mühle knapp 43000 Euro genommen und für sich verwendet haben.

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Quelle: dpa

Potsdam. Zu einer unendlichen Geschichte entwickelt sich der Prozess gegen die wegen Untreue angeklagte ehemalige Hauptkassiererin der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG). Auch der für den 16. Januar angesetzte Verhandlungstermin ist geplatzt. Wie schon mehrere Male zuvor hatte sich die Beschuldigte krank gemeldet und dem Potsdamer Amtsgericht ein Attest zukommen lassen. „Neuer Verhandlungstermin ist nun der 27. März, 14 Uhr“, sagte Gerichtssprecher Wolfgang Peters der MAZ. „Das wäre dann der 11. Anlauf in diesem Fall.“

Das Verfahren gegen die heute 65-jährige Potsdamerin war Ende August 2012 erstmals aufgerufen worden, mündete aber schnell in eine Zwangspause von zweieinhalb Jahren, denn die Angeklagte wurde verhandlungsunfähig geschrieben.

Der Frau wird Untreue zur Last gelegt. Laut Anklage soll sie im Herbst 2010 aus dem Tresor des Besucherzentrums an der Historischen Mühle gegenüber dem Schloss Sanssouci unerlaubt rund 43 000 Euro genommen und für sich verwendet haben – über ihre Beweggründe ist bislang nichts bekannt. Als Hauptkassiererin soll die Angeklagte damals als einzige Person über den Zugangscode des Tresors verfügt haben. In diesem Tresor wurden in sogenannten Safebags – das sind reißfeste, verschlossene Tüten – die Tageseinnahmen verschiedener Standorte der Stiftung aufbewahrt. Zwar war es der Frau laut Dienstanweisung untersagt, die Safebags eigenständig zu entnehmen. Sie soll aber dennoch 19 der Sicherheitsbeutel in die eigene Tasche gesteckt haben. Nachdem die Kassiererin aufgeflogen war, erhielt sie die Kündigung. Sie zog vors Arbeitsgericht, scheiterte aber.

Anfang März 2016 wurde die Frau, die alle Vorwürfe bestreitet, per Strafbefehl zu zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Dagegen hatte sie fristgemäß Einspruch eingelegt, erschien aber auch zu keinem der danach angesetzten Termine.

Von Nadine Fabian

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