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Unvergessliches Jerusalem

Homolka im Beit Shmuel / Landesdelegation in Yad Vashem Unvergessliches Jerusalem

Shalom und Glückwunsch an Rabbiner Walter Homolka, Direktor des renommierten Potsdamer Abraham-Geiger-Kollegs. In Jerusalem wurde er in dieser Woche erneut in den Vorstand der Liberalen Juden („World Union for Progressive Judaism“) gewählt – schon seine dritte Amtszeit in dieser Funktion in der größten religiösen jüdischen Weltorganisation, die zwei Millionen Juden vertritt.

600 Delegierte aus 46 Ländern waren in das „Beit Shmuel“ gekommen. Was der Vatikan für die Katholiken, ist „Beit Shmuel“ für die liberalen Juden. Nur dass es in diesem religiösen Zentrum weitaus relaxter zugeht: Eine Caféteria unter blühenden Bäumen und Palmen, College-Betrieb – auch Studenten des Geiger-Kollegs hören hier Vorlesungen – und eine Top-Postkartenaussicht auf Stadtmauer und Altstadt.

Viel Schulterklopfen gab es für Homolka von seinen Rabbinerkollegen aus aller Welt. Bemerkenswert: Bei den liberalen Juden gibt es auch Rabbinerinnen. Auf der Agenda der Konferenz standen unter anderem: Gleiche Rechte für Mann und Frau in Israel, gleichgeschlechtliche Eheschließungen in Synagogen. Außerdem wurde eine Resolution verabschiedet, in der Ministerpräsident Matthias Platzeck für seine Bemühungen um die Jüdische Theologie in Potsdam gedankt wird.

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Gestern Nachmittag ging der Besuch der Landesdelegation in Israel und Palästina zu Ende. Knapp fünf Tage waren es gewesen, aber fast allen kam es wie ein Vielfaches vor – so intensiv waren die Eindrücke, so eng gestrickt der Terminplan mit extrem interessanten Begegnungen für die Landtagsabgeordneten Susanne Melior (SPD), Roswitha Schier (CDU), Marie Luise von Halem (Bündnisgrüne), Christian Görke (Die Linke) und Andreas Büttner (FDP): Vom Kibbuz-Besuch bis zum Aufenthalt in den besetzten Gebieten; von der Integrationsarbeit bis zum Bewässerungsprojekt; von der Jerusalemer Altstadt zum Hightech-Labor. Unvergesslich bleibt aber vor allem der Besuch in Yad Vashem, „Israels zentraler Gedenkstätte für Holocaust und Heldentum“, so der offizielle Name. Hier legten Landtagspräsident Gunter Fritsch und Innenminister Dietmar Woidke Kränze nieder. Besonders bewegend: der anderthalbstündige Rundgang durch die Ausstellung von Yad Vashem, die allen sichtlich nahe ging. (Von Ildiko Röd)

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