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Unverhofft: Barberini schon im November offen

Potsdam Unverhofft: Barberini schon im November offen

Das gleicht einer kleinen Sensation: Bereits Ende November haben die Potsdamer Gelegenheit, die noch leeren Räume des Museums Barberini zu besichtigen. Damit gewährt Mäzen Hasso Plattner erstmals Einblick in sein Museum – den nach historischem Vorbild wieder aufgebauten Palast am Stadtschloss.

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Ein Raum im zukünftigen Museum Barberini.

Quelle: Köster

Innenstadt. Noch vor der eigentlichen Einweihung im Januar 2017 ermöglicht das Museum Barberini allen Interessierten Einblicke in die leeren Museumsräume. Vom 28. November bis 4. Dezember (jeweils 12 bis 21 Uhr) richten sich Tage der offenen Tür an das Potsdamer Publikum. Erstmals können die Architektur mit der großen Eingangshalle, das Treppenhaus und die Raumfolgen von innen erlebt werden. Die Besuchertage werden ebenso dazu genutzt, alle Funktionalitäten der neuen Museumsräume zu testen. Der Eintritt ist frei. Über die Museumswebsite www.museum-barberini.com können ab Mitte November Zeitfenster-Tickets online gebucht werden. Restkarten sind zudem während der Besuchertage an der Museumskasse erhältlich.

Museumsdirektorin Ortrud Westheider und Mäzen Hasso Plattner bei einem Rundgang über die Baustelle im April dieses Jahres

Museumsdirektorin Ortrud Westheider und Mäzen Hasso Plattner bei einem Rundgang über die Baustelle im April dieses Jahres.

Quelle: Köster

In den vergangenen Jahren wurde im Herzen Potsdams ein Stück Kulturgeschichte wiedererrichtet. Die Stadtmitte am Potsdamer Alten Markt hat ihr neues altes Gesicht zurückerhalten. Friedrich der Große ließ in Potsdam 1771/72 das Palais Barberini als bürgerliches Wohnhaus am Havelufer in direkter Nachbarschaft zum Stadtschloss erbauen. Als Vorbild für das Palais diente dem Architekten Carl von Gontard der barocke Palazzo Barberini in Rom.

Bei einem Luftangriff wurde das Barberini zerstört


Das bei einem Luftangriff im April 1945 fast vollständig zerstörte Gebäude wurde 1948 schließlich abgerissen und seit 2013 nach historischem Vorbild durch den Mäzen Hasso Plattner neu errichtet. Die Hasso Plattner Stiftung ist auch Träger des neuen Museums.

Die Sammlung von Hasso Plattner ist der Kern

Das im Januar 2017 eröffnende Museum Barberini zeigt unter der Leitung der Direktorin Ortrud Westheider Ausstellungen in internationalen Kooperationen, die einzelne Themen, Künstler oder Epochen vorstellen. Ausgangspunkt für die Präsentationen von Alten Meistern bis ins 21. Jahrhundert ist die Sammlung Hasso Plattners, in der ein Schwerpunkt auf dem Impressionismus liegt. Weitere Sammlungsbereiche sind die Amerikanische Moderne, Kunst der DDR-Zeit und Malerei nach 1989. Ein Vermittlungsprogramm für Kinder und Jugendliche begleitet alle Ausstellungen.

Offizielle Eröffnung ist am 23. Januar 2017

Das Museum Barberini öffnet seine Türen für das Publikum am Montag, dem 23. Januar 2017, mit der Ausstellung „Impressionismus. Die Kunst der Landschaft“. Mit Gemälden von Künstlern wie Claude Monet (1840–1926), Auguste Renoir (1841–1919) und Gustave Caillebotte (1848–1894) widmet sich die Ausstellung den malerischen Erfindungen des Impressionismus und dem Naturverständnis der Moderne. Die Schau stellt die bedeutende Sammlung Hasso Plattners in den Kontext von Werken aus internationalen Museums- und Privatsammlungen. Sie versammelt 90 Gemälde von internationalen Leihgebern, darunter das Denver Art Museum, das Städel Museum in Frankfurt am Main, die Staatliche Eremitage in St. Petersburg, das Israel Museum in Jerusalem, die National Gallery in Washington und das Musée de l’Orangerie in Paris.

Von MAZonline

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