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Potsdam Wer ist schuld am Riesenloch?
Lokales Potsdam Wer ist schuld am Riesenloch?
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20:21 02.07.2015
Einspurig ist die Bundesstraße 2 am Brauhausberg wieder befahrbar. Die Einsturzstelle wurde gestern provisorisch verschlossen. Quelle: Marcel Kirf
Potsdam

Das ganz große Chaos blieb am zweiten Tag nach dem Einsturz der Bundesstraße 2 in Potsdam aus. Das riesige Loch, das sich am Mittwoch am Brauhausberg Höhe Templiner Straße aufgetan hatte, ist über Nacht mit Sand aufgefüllt und provisorisch geteert worden. Am Donnerstag konnte eine Fahrspur bereits wieder für den Verkehr freigegeben werden. Autofahrer Richtung Caputh, Ferch und Michendorf passierten die Einsturzstelle ohne große Verzögerungen. Stadteinwärts hingegen kann noch immer nicht von der Michendorfer Chaussee rechts in die Straße am Brauhausberg abgebogen werden. An der Kreuzung steht eine rot-weiße Absperrung und ein Einfahrt-verboten-Schild. Wer in die Potsdamer Innenstadt oder darüber hinaus will, muss geradeaus weiter über die Leipziger Straße fahren. Am Mittwoch hatten sich massive Staus rund um den Potsdamer Hauptbahnhof gebildet, weil zu diesem Zeitpunkt die Bundesstraße wegen des Einsturzes komplett gesperrt war.

Rätselraten herrscht noch immer über die Ursache des Einsturzes. Die Fahrbahndecke war auf einer fast kreisrunden Fläche von rund drei Metern Durchmesser abgesackt. Darunter klaffte zur Überraschung aller ein drei Meter tiefes Loch, über das der Verkehr jahrelang hinweggerollt sein muss. Entdeckt wurde der Hohlraum, weil bereits zuvor eine „Delle“ in der Straße aufgefallen war. Beim Aufsägen des Straßenbelages im Bereich der leichten Absenkung gab der Boden plötzlich nach, und alles stürzte in die Tiefe.

Die Stadtverwaltung vermutet eine natürliche Ursache. „Möglicherweise wurde die Straße unterspült“, spekuliert Stadtsprecher Jan Brunzlow. Allerdings habe dies bisher nicht geklärt werden können. Die Stadtwerke untersuchen die Stelle und hat ein Gutachterbüro damit beauftragt. Ob die Experten aber klären können, was genau passiert ist, weiß niemand. „Vielleicht finden wir den Grund auch nie“, so Brunzlow. Die Stadtwerke zumindest hoffen, dass noch im Juli ein vorläufiges Untersuchungsergebnis vorliegt. Einen Zusammenhang mit Bohrungen für neue Stromleitungen sieht das kommunale Unternehmen derzeit nicht, weil die Spülbohrung nur in der Nähe des Loches liegt, nicht im Loch.

Voraussichtlich bis zum 10. Juli bleibt die Bundesstraße stadteinwärts gesperrt. Sollte es nicht zu weiteren Komplikationen kommen, wird die Fahrbahn bis dahin komplett instandgesetzt und anschließend wieder vollständig für den Verkehr freigegeben.

Von Marcel Kirf

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