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Potsdam Urteil gegen Pogida-Müller rechtskräftig
Lokales Potsdam Urteil gegen Pogida-Müller rechtskräftig
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18:31 13.06.2017
Pogida-Gründer Christian Müller. Quelle: Andrè Bauer
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Potsdam

Pogida-Gründer Christian Müller muss ins Gefängnis: Die Verteilung zu einem Jahr Haft wegen Körperverletzung ist rechtskräftig. Das sagte die Sprecherin des Potsdamer Landgerichts, Sabine Dießelhorst, am Dienstag der MAZ. Die Staatsanwaltschaft ziehe ihre Berufung gegen das Urteil des Amtsgerichts vom Februar 2016 zurück, das Müller wegen einer brutalen Prügelei am Neujahrstag 2015 für schuldig befunden hatte. Müller hatte gegen den Richterspruch Berufung eingelegt. Das Landgericht hatte diese am 15. Mai verworfen, nachdem der 33-Jährige gar nicht zur Verhandlung erschienen war.

Müller, der sich mutmaßlich auf die kanarischen Inseln abgesetzt hat, hatte keine Rechtsmittel gegen das Landgerichtsvotum eingelegt. Die Staatsanwalt ziehe ihre Berufung nun zurück, um das Verfahren nicht unnötig in die Länge zu ziehen, erklärte Sprecher Christoph Lange am Dienstag der MAZ. Die Staatsanwaltschaft wollte ursprünglich eine höhere Haftstrafe für den Intensivtäter erreichen. „Damit ist der Weg für das Vollstreckungsverfahren frei“, sagte Lange, ohne Details zu nennen.

Fuerteventura als Zufluchtsort?

Der genau Aufenthaltsort von Müller ist derzeit unbekannt. Nach einem Bericht der Potsdamer Neuesten Nachrichten hat er sich jedoch offenbar unabsichtlich verraten. Demnach hat sich Müller am Montag in einem Live-Video bei Facebook gezeigt. Im Hintergrund sei dabei das „Restaurante La Farola del Mar“ zu sehen gewesen, welches sich auf der kanarischen Ferieninsel Fuerteventura befindet.

Dass der Arm der Potsdamer Justiz bis ins Ausland reicht, zeigt der Fall eines Potsdamer Messerstechers: Der 52-Jährige war wie berichtet vergangene Woche auf den Philippinen verhaftet worden, nachdem er 2014 nicht zu einer Berufungsverhandlung vor dem Landgericht erschienen war. Anschließend war ein internationaler Haftbefehl gegen den Mann erlassen worden, der sich als Tourist auf dem Inselstaat versteckt hatte.

Von Marion Kaufmann

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