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Potsdam Vom Leben und vom Sterben
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13:14 09.10.2018
Schwerkranke und Sterbende jeden Alters finden im Hospiz einen Rückzugsort, um in Ruhe Abschied nehmen zu können. Quelle: dpa
Potsdam

Dem letzten Stück des Lebensweges widmen sich zwei Veranstaltungen, zu denen der Hospizdienst Potsdam für die nächsten Tage einlädt. Anlässlich des Welt-Hospiztages zeigt das Thalia-Kino Babelsberg am Donnerstag, 11. Oktober, den Film „Überall wo wir sind“. Im Mittelpunkt steht Heiko – 29, lebensfroh, Tanzlehrer aus Berlin. Er kämpft seit sieben Jahren mit einer tödlichen Krankheit. Als sich Familie und Freunde bereits daran gewöhnt haben, dass Heiko allen Prognosen zum Trotz einfach immer weiterlebt, erhält er die Diagnose, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleibt. Heiko beschließt, zum Sterben in sein Elternhaus zurückzukehren. Zwischen Hoffen auf ein Wunder und Abschiednehmen versucht die Familie, das Leben zu meistern. Dabei zeigt sich, dass die Formen des Umgangs mit Verlust und Trauer so unterschiedlich sind wie die Betroffenen selbst... Beginn im Kino an der Rudolf-Breitscheid-Straße ist um 19 Uhr. Im Anschluss an den Film beantwortet Christiane Fittkau, Koordinatorin des Hospizdienstes und Palliativschwester, Fragen zur Arbeit des Hospiz- und Palliativdienstes Potsdam.

Um Fragen rund um das sensible Thema Sterbebegleitung geht es auch am Samstag, 13. Oktober. Von 8 bis 13 Uhr stehen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Hospiz- und Palliativberatungsdienstes Potsdam auf dem Bassinplatz für Gespräche zur Verfügung. Man habe den Standort auf dem Wochenmarkt ganz bewusst gewählt, um zu zeigen, dass Hospizarbeit in die Öffentlichkeit und der Tod zum Leben gehört, heißt es in der Einladung.

Der Deutsche Hospiztag und der Welt-Hospiztag werden im Oktober begangen. Der Welthospiztag steht in diesem Jahr unter dem Motto „Weil du wichtig bist!“. Damit schlägt er eine Brücke zum internationalen Motto „Because I matter“ und stellt die gelebte Erfahrung von schwerstkranken und sterbenden Menschen ins Zentrum. Das Motto ist zugleich eine Verneigung vor der Engländerin Cicely Saunders – Krankenschwester, Sozialarbeiterin, Ärztin und Palliativmedizinerin. Die Visionärin, die ihre Überzeugung, dass es möglich ist, die letzten Tage eines Menschen angenehm zu gestalten, in die Welt hinaustrug. gründete 1967 das erste moderne Hospiz in London. St. Christopher’s gilt heute als Mutterhaus aller Hospize. Die Visionärin, die 2005 selbst in dem Haus starb, wäre in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden. Von ihr stammt der Ausspruch: „Du zählst, weil Du du bist. Und du wirst bis zum letzten Augenblick deines Lebens eine Bedeutung haben.“

In Potsdam gibt es ein stationäres Hospiz – das Haus auf der malerischen Halbinsel Hermannswerder hat vor sechs Jahren seien Pforten für all jene Menschen geöffnet, die schon bald loslassen müssen. Etwa 20 Mitarbeiter und zehn ehrenamtliche Helfer sind für die Gäste da. Betreiber ist die Evangelische Hospiz Potsdam gGmbH, eine gemeinsame Gesellschaft von Diakonissenhaus und Hoffbauer-Stiftung.

Von Nadine Fabian

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