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Potsdam Verbesserungen für Taxifahrer in Potsdam
Lokales Potsdam Verbesserungen für Taxifahrer in Potsdam
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21:48 11.10.2017
Keine guten Zeiten für Taxiunternehmer in Potsdam. Quelle: dpa
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Potsdam

Aus Rücksicht auf die schlechte wirtschaftliche Situation der Taxiunternehmer hat der Bauausschuss am Dienstag bei den geplanten Tariferhöhungen nachgebessert. Bei Fahrten von 22 bis 6 Uhr soll der Kilometerpreis auf der Kurzstrecke nun von zwei Euro auf 2,50 Euro angehoben werden. In der Verwaltungsvorlage waren ursprünglich nur 2,40 Euro je Kilometer für die Strecken bis zu vier Kilometern angepeilt gewesen. Bei längeren Strecken steigen die Kilometerpreise in der Nacht von 1,80 auf 1,90 Euro. Ursprünglich war hier kein Anstieg vorgesehen. Ausschussvorsitzender Ralf Jäkel (Linke) hatte die Erhöhungen um zehn Cent angeregt.

Beeindruckt hatte den Ausschuss offenbar die Schilderung der prekären Lage der Taxiunternehmer. Harry Kortschlag vom Vorstand des Potsdamer Taxiverbands hatte die Auswirkungen des Mindestlohns auf die Branche skizziert: „Wir haben eine defizitäre Einnahmesituation.“ Wegen der schlechten Jobperspektiven gebe es auch immer weniger Interessenten für Taxi-Konzessionen. 183 Konzessionen könnten theoretisch in Potsdam vergeben werden, doch es fehlen Bewerber. Momentan gibt es nur noch 172 Konzessionsnehmer. Insbesondere die Betriebe mit angestellten Fahrern seien rapide zurückgegangen, so Kortschlag. Die Folge: Frustrierte Fahrgäste klagen besonders in der Nacht über die langen Wartezeiten.

„Uns ist allen nicht geholfen, wenn nachts kein Taxi kommt“, begründete Wolfhard Kirsch (Bürgerbündnis/FDP) seinen Appell, die Nachttarife zu erhöhen – so könne den Unternehmern zumindest Auskömmlichkeit in Aussicht gestellt werden. „Der Taxifahrer soll nicht aufs Trinkgeld angewiesen sein.“

Michél Berlin plädierte ebenfalls dafür, die Tarife der Nachtfahrten anzuheben. Tagsüber sollten die Erhöhungen moderat bleiben, etwa wegen der Arztfahrten. Schließlich stimmten alle Ausschussmitglieder dafür; die Grünen enthielten sich.

Von Ildiko Röd

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