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Verdi will Busse und Bahnen in Potsdam lahmlegen

Streik am Mittwoch bei ViP und regiobus Verdi will Busse und Bahnen in Potsdam lahmlegen

Höhepunkt bei den Streiks im öffentlichen Nahverkehr in Brandenburg: Am morgigen Mittwoch werden Potsdam-Mittelmark und die Pendlerhochburg Potsdam bestreikt, wie die Gewerkschaft Verdi heute mitteilte. Tausende Fahrgäste werden in den Morgenstunden betroffen sein.

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Mittwoch wird beim ViP gestreikt. Betroffen sind neben Bussen auch die Straßenbahnen.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Die Streiks im öffentlichen Personennahverkehr im Land Brandenburg erreichen am morgigen Mittwoch ihren Höhepunkt. Wie die Gewerkschaft Verdi heute mitteilte, werden in der Zeit von 3.30 Uhr bis 9 Uhr der Verkehrsbetrieb in Potsdam (ViP) und die regiobus Potsdam-Mittelmark GmbH an allen Standorten bestreikt. Tausende Arbeitnehmer und Schüler sind betroffen.

Hohe Streikbeteiligung: So verlief der Streik am Mittwoch >

Der ViP ist mit 400 Beschäftigten, 108 Fahrzeugen und fast 30 Millionen Fahrgästen jährlich das größte Nahverkehrsunternehmen in Brandenburg.

Das sind die Buslinien von regiobus >

Das sind die Bus- und Tramlinien des ViP >

Anlass für die Ausstände sind die aus Verdi-Sicht stockenden Tarifgespräche für die 16 Nahverkehrsunternehmen, die zum Kommunalen Arbeitgeberverband im Land Brandenburg gehören und die insgesamt rund 3.000 Menschen beschäftigen.

Gestreikt wurde bisher in Oder-Spree, in Brandenburg/Havel, in Frankfurt (Oder) und im Havelland.

Die nächste Verhandlungsrunde findet an diesem Donnerstag statt.

Kampf für mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen

In der 3. Verhandlungsrunde am 23. Januar hatten die Arbeitgeber ein Angebot vorgelegt, das jedoch „in allererster Linie ihre Interessen berücksichtigt und fast keine der Verdi-Forderungen nach Verbesserungen der Arbeits- und Entgeltbedingungen aufnimmt“, sagte Verdi-Verhandlungsführer Marco Pavlik.

Die Arbeitgeber wollen laut Verdi unter anderem den Einstiegslohn für Bus- und Straßenbahnfahrer um rund 112 Euro monatlich erhöhen, weil sich für Bruttolöhne von rund 1.900 Euro monatlich kaum noch qualifizierte Berufskraftfahrer für diesen Job im Land Brandenburg bewerben. Aber darüber hinaus würden die Arbeitgeber nur sehr wenig für die meisten weiteren Beschäftigten anbieten, so der Verdi-Sprecher. „Es ist nicht hinnehmbar, dass ein großer Teil der langjährig Beschäftigten mit Einmalzahlungen im Wert von 0,8 Prozent abgespeist werden sollen“, sagt Marco Pavlik.

Wie Verdi weiter mitteilt, fordern die Arbeitgeber eine Anhebung der Arbeitszeit im berlinnahen Raum auf 40 Stunden und im ländlichen Raum auf 37 Stunden pro Woche. Die Mehrarbeit soll nach ihren Vorstellungen nicht ausgeglichen werden.

Bereits vor zwei Jahren gab es eine große Streikwelle in Brandenburg. Im Mai 2015 hatte man sich darauf geeinigt, dass Bus- und Tramfahrer mehr Geld bekommen.

Von MAZonline

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