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Potsdam Verkauf der Tuchmacherstraße 8 an Mieter
Lokales Potsdam Verkauf der Tuchmacherstraße 8 an Mieter
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06:50 11.04.2017
Mieterprotest in der Berliner Straße 93. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Babelsberg/Berliner Vorstadt

Der Kampf der Mieter in der Tuchmacherstraße 8 in Babelsberg war erfolgreich. Nach monatelangen Gesprächen konnten sie sich mit der Eigentümerin – der Pro Potsdam – einigen. „Am 18. April ist die Unterzeichnung des Kaufvertrags für das Haus durch die Tuchmacher GmbH geplant“, sagte Mieterin Anja Henke am Montag. Die Pro Potsdam erklärte, man befinde sich „weiterhin in sehr konstruktiven Gesprächen“.

Gekauft wird zum Höchstgebotspreis, sprich: 965 000 Euro. Die Summe soll über Bank- und Stiftungskredite sowie über Direktkredite finanziert werden, die wiederum aus den Mieten bedient werden, so Henke. Die endgültige Miete stehe zwar noch nicht fest, soll aber für alle zehn Hausparteien gleich hoch ausfallen – egal, welchen Standard eine Wohnung haben wird. Die Mieter hatten sich im Januar im Verein „Die Tuchmacher e.V.“ zusammengeschlossen, der mit dem „Mietshäuser Syndikat“ die „Tuchmacher GmbH“ gründete. Ziel: der Erwerb und die Sanierung des Hauses.

Das bundesweite „Mietshäuser Syndikat“ hilft mit Know-How bei Projektfinanzierungen. Im Herbst hatte die Pro Potsdam den Verkauf des Gebäudes angekündigt. Bei den Mietern ging daraufhin die Angst um, dass der Käufer das Haus luxussanieren und dann entsprechende Mieten abkassieren könnte.

Das Wohnhaus in der Babelsberger Tuchmacherstraße 8 stand zum Verkauf. Quelle: Bernd Gartenschläger

Während in der Tuchmacherstraße 8 die Kuh vom Eis ist, tut sich in der Berliner Straße 93 eine neue „Baustelle“ für die Pro Potsdam auf. Am Montag kündigten die Bewohner des Hauses ihren Protest gegen den Verkauf an. Bereits für den heutigen Dienstag sei im Rahmen des Höchstgebotsverfahrens eine erste Haus- beziehungsweise Wohnungsbegehung angesetzt, berichteten die Mieter: „Um unsere Gegenwehr anzuzeigen, haben wir Transparente an der Fassade des Hauses befestigt.“

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Sie sehen in dem Vorgehen der „Pro“ einen Verstoß gegen das wohnungspolitische Konzept der Stadt. „Hierdurch wird eine Segregation in Potsdam vorangetrieben und die innerstädtischen Bereiche nur für Besserverdienende möglich“, beklagen die sieben Mietparteien. Ein Kauf des Hauses zum Höchstgebotspreis sei „auf keinen Fall“ möglich – dies übersteige die Möglichkeiten.

Auf Nachfrage verweist die Pro Potsdam auf eine Mieterversammlung am 22. Februar: „Es wurde den Mietern unter anderem angeboten, dass sie im Falle des Verkaufs Unterstützung bei der Wohnungssuche erhalten“, sagte Sprecherin Jessica Beulshausen.

Die Mieter könnten die Immobilie auch selbst erwerben – laut Beulshausen zu „Vorzugskonditionen“, die unter anderem einen Kaufpreisabschlag im Gegenwert zugesicherter Sozialbindungen von maximal fünf Prozent des Höchstgebots beinhalten.

Es ist fraglich, wie lange die Transparente hängen bleiben dürfen. Quelle: Bernd Gartenschläger

Von Ildiko Röd

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