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Potsdam Droht dem Potsdamer Norden ein Verkehrschaos?
Lokales Potsdam Droht dem Potsdamer Norden ein Verkehrschaos?
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15:55 26.10.2018
Blick auf die Fahrbahn der Nedlitzer Nordbrücke, auf der ab 2025 auch die Tram nach Krampnitz Platz finden soll. Quelle: Martin Mueller
Neu Fahrland

Gegen die Pläne zur Entwicklung der Stadt im Norden formiert sich wachsender Widerstand. In einer Bürgerversammlung zur geplanten Bebauung der westlichen Nedlitzinsel gab es am Mittwochabend massive Kritik an dem geplanten Quartier, aber auch an der Verkehrsplanung.

Wie gestaltet sich die Nordbrücke?

Ein zentraler Kritikpunkt ist die geplante Kombination von Straßenbahn, Autoverkehr und Fahrradschnellweg auf der Nedlitzer Nordbrücke, die dafür weder erweitert, noch durch einen zweiten Brückenbau entlastet werden kann, wie das bei der südlichen Brücke des Friedens geplant ist.

„Problematisch ist der Bereich an der Nordbrücke, da der Schienenweg aufgrund der geringen Straßenbreite dort straßenbündig geführt werden muss“, heißt es in der Begründung zum Vorentwurf für den Bebauungsplan „Westliche Insel Neu Fahrland“, der in der Veranstaltung des Ortsbeirates vorgestellt wurde.

Erst der Verkehr dann der Wohnungsbau

Viola Holtkamp als Bereichsleiterin für Verbindliche Bauleitplanung im Rathaus wies zwar darauf hin, dass die Verkehrsplanung nicht das Thema dieser Veranstaltung sei. Mehrere Teilnehmer äußerten jedoch die Ansicht, dass erst der Verkehr und dann der Wohnungsbau geklärt werden müsse.

Ortsbürgermeisterin Carmen Klockow (Bürgerbündnis) gab in der Veranstaltung die Gründung einer Bürgerinitiative „Rettet die Nedlitzinsel“ bekannt, die sich nach MAZ-Informationen bereits Ende August mit einer zehn Punkte umfassenden Kritik zum Bebauungsplan ans Rathaus wandte. „Neu Fahrland wird mit der Planung ein Zentrum oktroyiert, das es historisch nie gab und das an dieser Stelle nur in den Köpfen der Potsdamer Stadtplaner zu bestehen scheint“, heißt es in dem der MAZ vorliegenden Schreiben.

Tunnel als Lösung

Das in der Entwurfsplanung vorgesehene „Zentrum“ könne mit seiner „hohen baulichen Verdichtung gerade keinen sozialen oder wirtschaftlichen Mittelpunkt des Ortsteils bilden“. Auch in der mit 40 Teilnehmern sehr gut besuchten Bürgerversammlung gab es massive Kritik dazu. Erwähnung fand die neue Bürgerinitiative auch in einer Erklärung des CDU-Stadtbezirks Nord. Der Vorsitzende Gregor Ryssel nannte eine „Tunnellösung“ als „einzige Möglichkeit, um das geplante Verkehrschaos im Norden abzuwenden“.

Abgesagt ist die von der SPD angeregte Verlängerung der geplanten neuen Tramtrasse über Krampnitz und Fahrland hinaus bis nach Marquardt und Satzkorn. Den „hohen Kosten für den Ausbau der Strecke und den Straßenbahnbetrieb“ stünden „in absehbarer Zeit keine ausreichenden zusätzlichen Fahrgäste gegenüber“, erklärte das Rathaus am Donnerstag mit Verweis auf entsprechende Prüfungen.

Von Volker Oelschläger

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