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Verkehrsbetrieb verteidigt neue Tarife

Preiserhöhung beim ViP in Potsdam Verkehrsbetrieb verteidigt neue Tarife

Die Geschäftsführer des Verkehrsbetriebs in Potsdam (ViP), Martin Grießner und Oliver Glaser, verteidigen die teils deutliche Erhöhung der Tarife ab 1. Januar 2017. Der Nahverkehr in Potsdam sei attraktiv und auf einem hohen Niveau. Dieses Niveau wolle man halten. Zudem stünden umfangreiche Investitionen an, so die Geschäftsführer.

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54 Busse und 40 Straßenbahnzüge gehören zum Fuhrpark der Potsdamer Verkehrsbetriebe.

Quelle: Gartenschläger

Babelsberg. Die Geschäftsführer der Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH (ViP), Martin Grießner und Oliver Glaser, haben am Donnerstag die deutliche Erhöhung der Ticketpreise für den Nahverkehr in Potsdam verteidigt. So soll ein Einzelfahrschein ab 1. Januar 2017 wie gemeldet anstatt 1,90 Euro künftig 2,10 kosten, der Preis der Monatskarte AB erhöht sich von 39,80 Euro auf 41,40 Euro, für die Jahres-Umweltkarte AB sind im Abo künftig 402 anstatt 386 Euro zu berappen.

„Politisch so gewollt“

„Der Nahverkehr in der Landeshauptstadt hat ein hohes Niveau. Die Kundenzufriedenheit ist sehr groß. Wir wollen das Leistungsangebot halten und weiter verbessern. Dazu ist eine Erhöhung der Einnahmen unumgänglich“, sagten Glaser und Grießner. „Das sei auch politisch so gewollt“, erklärten sie unisono und nahmen damit indirekt Stellung zu den vielen kritischen Stimmen aus nahezu allen politischen Lagern, die sich mit der Fahrpreiserhöhung unzufrieden zeigten. Besonders wurde bemängelt, dass die Ticketpreise in Potsdam um durchschnittlich vier Prozent und damit deutlicher steigen als im Verkehrsverbund Berlin Brandenburg (VBB), wo der Tarif im Durchschnitt lediglich um 0,56 Prozent angehoben wird. „Dies widerspricht der Verbundidee“, erklärte am Donnerstag Anita Tack, verkehrspolitische Sprecherin der Linken.

„Wir haben ein Einnahmenproblem“

„Fahrpreiserhöhungen sind immer unpopulär, aber wir haben ein Einnahmenproblem“, so die ViP-Geschäftsführer. Sie erläuterten, dass es einen langen Abstimmungsprozesse wegen des Tarifindex gegeben habe. Durch die neuen Tarife will Potsdam jährlich Mehreinnahmen von 600 000 Euro erlösen. Gutachten hätten ergeben, dass die Fahrpreise in Potsdam im Vergleich zu anderen Landeshauptstädten „sehr günstig“ seien, sagte Grießner.

Millionenschwere Projekte

Auf der anderen Seite stünden in der „wachsenden Stadt Potsdam“ millionenschwere Investitionen an, beispielsweise durch den geplanten Umbau in der Heinrich-Mann-Allee oder den Ausbau der Strecke zum Jungfernsee, für den am 24. Oktober der erste Spatenstich erfolgen soll. Zur Deckung der Gesamtkosten in Höhe von voraussichtlich 49,2 Millionen Euro muss der ViP einen Kredit in Höhe von 23,4 Millionen Euro aufnehmen. Beide Geschäftsführer wiesen darauf hin, dass sich Investitionen in die Infrastruktur seit 2013 schwieriger gestalten. Der Grund: Das Land reiche Investitionsmittel nicht mehr für Einzelprojekte sondern pauschal aus. Der Landeshauptstadt entgeht dadurch jährlich rund eine Million Euro.

Ein kleines Bonbon für die Potsdamer konnten die Geschäftsführer dennoch ausreichen: Künftig soll es eine Viererkarte geben. Mit dieser kostet die einzelne Fahrt genauso viel wie derzeit. Zudem können Inhaber einer Tageskarte ab 1. Januar 2017 bis zu drei Kinder bis einschließlich 14 Jahren unentgeltlich mitnehmen.

Potsdamer Verkehrsbetriebe

54 Busse und 40 Straßenbahnzüge gehören zum Fuhrpark der Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH (ViP).

403 Mitarbeiter sind beim ViP angestellt.

Aus dem Infrastrukturpaket des Öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) erhält der Potsdamer Verkehrsbetrieb von 2015 bis 2019 25,8 Millionen Euro.

Die Landeshauptstadt Potsdam zahlt 2016 zur Deckung der Betriebskosten aus Haushaltsmitteln 1,028 Millionen Euro. 2017 sind es 1,808 Millionen Euro.

Von Jens Trommer

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