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Potsdam Vermeintliche Nichte verlangt Bargeld
Lokales Potsdam Vermeintliche Nichte verlangt Bargeld
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14:59 15.03.2017
Die Enkeltrick-Betrüger haben es gezielt auf ältere Menschen abgesehen. Quelle: dpa
Potsdam

Die Betrugsmasche ist seit Jahren bekannt, dennoch funktioniert der Enkeltrick immer wieder – auch mit anderen Verwandten.

Am Dienstagnachmittag erhielt ein 76-jähriger Potsdamer einen Anruf von einer angeblichen Familienangehörigen. Die vermeintliche Nichte wollte von dem Potsdamer eine große Summe an Bargeld, da sie eine Wohnung kaufen wollte. Da der Rentner nicht sofort so viel Geld aufbringen konnte, wurde durch die Betrügerin das Gespräch beendet.

Andere kommen nicht so glimpflich davon. Ein Ehepaar aus Oranienburg übergab zu Beginn des Jahres eine fünfstellige Geldsumme an einen Betrüger. Die Geschädigten schöpften erst später den Verdacht des Betruges und informierten ihren Sohn und die Polizei.

Polizei gibt Tipps zur Prävention

Offenbar suchen sich die Betrüger gezielt Leute aus dem Telefonbuch heraus, die dem Vornamen nach älter sein könnten. Häufig geht es in den Telefonaten um Immobilienkäufe, für die kurzfristig Geld benötigt werde. Die Polizei empfiehlt, dubiose Anrufe höflich mit „Kein Interesse“ abzuweisen und die Polizei zu informieren. In jedem Fall sollten die Angerufenen eine ihnen bekannte Nummer ihres jeweiligen Verwandten anrufen, der um Geld gebeten hat. So ließe sich die Sache in der Regel schnell aufklären.

Auch helfe es, am Telefon Gegenfragen zu stellen. Mit dieser simplen Taktik konnte kürzlich eine Seniorin aus Großbeeren die Betrügerin zum Verstummen bringen.

Polizei erfragt keine Kontoinformationen

Eine andere Masche ist, dass sich die Anrufer als Polizei- oder Kriminalbeamte ausgeben. Oft ist der Betrug sogar so gut vorbereitet, dass im Display des Telefons eine passende Nummer angezeigt wird.

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang noch einmal daraufhin, dass in keinem Fall Anrufe bei Zeugen und Geschädigten von Straftaten erfolgen und hier Kontoinformationen erfragt werden. In solchen Fällen könne immer von Betrugsversuchen ausgegangen werden.

Von MAZonline

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