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Potsdam Verwaltungscampus muss saniert werden
Lokales Potsdam Verwaltungscampus muss saniert werden
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22:26 06.12.2017
Das Stadthaus in Potsdam wird zur Zeit saniert. Quelle: Julian Stähle
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Innenstadt

Der Verwaltungscampus rund um das Rathaus ist dringend sanierungsbedürftig. Um das Areal zwischen Friedrich-Ebert-Straße, Hegelallee, Jägerallee und Helene-Lange-Straße auf die Höhe der Zeit zu bringen, sind tiefgreifende Maßnahmen notwendig – bis möglicherweise hin zum Abriss und Neubau einiger Gebäude im südwestlichen Bereich des Campus, darunter Haus 1 mit der Bauverwaltung und Haus 2 an der Jägerallee, wo der Sozialbereich sitzt.

Das ist das Ergebnis der vorbereitenden Untersuchung für das Gebiet „Jägervorstadt Ost“, die am Mittwoch von den Stadtverordneten zur Beratung in die Ausschüsse überwiesen worden ist. Allerdings handelt es sich bei den aufgeführten Maßnahmen derzeit lediglich um einen ersten Planungsvorschlag, wie Baudezernent Bernd Rubelt (parteilos) gegenüber der MAZ betonte: „Es ist noch ein Planwerk, aus dem wir nicht gleich die Anweisung ,Abriss – Neubau’ generieren.“

Baudezernent Bernd Rubelt (parteilos). Quelle: Christel Köster

Geben die Stadtverordneten grünes Licht, sollen auf dieser Grundlage Verhandlungen mit dem Fördermittelgeber – dem Land – geführt werden, ob eine Förderung möglich ist. Um den Campus wieder flott zu kriegen, wären Summen von „weit über 50 Millionen notwendig“, erklärte Stadtplanungschef Andreas Goetzmann gestern vor Journalisten. Im Verwaltungscampus, insbesondere des Süd-West-Bereichs, liege extrem viel im Argen: Unübersichtliche Eingänge; extrem hohe Kosten für die energetische Sanierung der DDR-Bauten; fehlende Barrierefreiheit für Menschen mit Mobilitätsproblemen – schlicht: „Eine Katastrophe, ein Kuddelmuddel“, schilderte Goetzmann die belastende Situation, die nicht mehr den Ansprüchen an eine bürgerfreundliche Verwaltung genüge: „Man braucht nicht einmal fünf Minuten, um einen verlorenen Bürger über das Gelände irren zu sehen.“

Der Wunschzettel für einen optimierten Verwaltungscampus ist lang. „Wir brauchen mehr Platz, um Mitarbeiter unterzubringen“, so Goetzmann. Nettobedarf insgesamt: rund 11 000 Quadratmeter. Auch der Bedarf an Parkplätzen ist enorm. Schließlich ist momentan „jeder Quadratzentimeter zugeparkt“, so Goetzmann. Die Lösung könnte eine etwa 10 000 Quadratmeter große Tiefgarage sein.

Stadtplanungschef Andreas Goetzmann. Quelle: Friedrich Bungert

Die Verwaltungscampus-Visionen betreffen auch das wilhelminische Rathaus. Wegen der beengten und schlechten klimatischen Verhältnisse im Plenarsaal wird ein Saal-Neubau im Innenhof vorgeschlagen. Kostenpunkt: Zwischen fünf und zehn Millionen. Dem Zustand des Gebäudes stellt Goetzmann ein vernichtendes Zeugnis aus: „Die Mängel des Rathauses sind so gravierend, dass es die Funktion als Repräsentations- und Verwaltungsgebäude der Landeshauptstadt nicht mehr voll erfüllen kann.“ Für die laufende Sanierung – die erste Umsetzungsphase soll 2020 abgeschlossen sein – wurden bereits acht Millionen Euro an Fördermitteln bewilligt. Insgesamt kostet die denkmalgerechte Sanierung des Baus 17 Millionen. Mit der aktuellen Vorlage für die Stadtverordneten soll auch eine Legitimation für die Gelder geschaffen werden, die bereits fließen.

Von Ildiko Röd

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