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Potsdam Viel Konsens, wenig Zoff
Lokales Potsdam Viel Konsens, wenig Zoff
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01:16 16.06.2018
Gesprächsrunde mit allen Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl im Potsdamer Bildungsforum. Quelle: Friedrich Bungert
Potsdam

Bei fast allen Themen glichen sich die Antworten der Kandidaten Mike Schubert (SPD), Lutz Boede (Die Andere), Martina Trauth (parteilos/Linke), Janny Armbruster (Bündnis90/Die Grünen, Götz Th. Friederich (CDU), Dennis Hohloch (AfD) und Jürgen Rohne. „Sie werden von allen Ähnliches hören. Wir unterscheiden uns allenfalls in Nuancen“, sagte Armbruster im Bildungsforum mit Blick auf die Problemfelder Verkehr, Wohnen, Mieten, Digitalisierung, Mobilität und Forschung in Potsdam.

Unisono sprachen sich die Bewerber für den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs aus. Konsens herrschte bei der Schaffung von Park&Ride-Angeboten möglichst weit vor den Toren der Stadt. „Wir müssen die Pendler früher abholen, nicht nur an der Stadtgrenze. Deshalb müssen wir mit Potsdam-Mittelmark, ja auch mit der Stadt Brandenburg/Havel zusammenarbeiten“, erklärte Schubert. Alle nickten. Auch beim Thema Bürgerticket, über dessen Finanzierung trefflich zu streiten wäre, blieb es harmonisch. Keiner war gegen die Einführung. „Mit dem Bürgerticket für alle lassen sich sogar Kosten senken“, erklärte Boede.

Beim Thema Wachstum wurde es spannend

Erst beim Thema „Wachstum“ wurden gegensätzliche Positionen deutlich: Während Schubert einräumte, dass das Wachstum in den letzten zwei Jahren zu schnell vonstatten ging und man angesichts angestauter Probleme beim Bau von Wohnungen, Schulen und Kitas darüber nachdenken müsse, wo gegengesteuert werden könne, warnte Friederich vor einer Begrenzung. Dies würde zur „Ausgrenzung führen“, meinte er. Rohne wiederum erklärte „Wachstum ist Blödsinn. Es geht um die ökologische Stadt“. Und Hohloch meinte: „Die Grenzen liegen dort, wo Naturschutzgebiete abgeholzt werden.“

Wahlforum in der Wissenschaftsetage im Potsdamer Bildungsforum. Quelle: Friedrich Bungert

Lebhaft ging es auch beim Thema „Havelspange“ zu, das ebenfalls Hohloch ins Spiel brachte. Dessen Pro für das umfangreiche Straßenbauprojekt wurde auf dem Podium nicht nur von Boede zurückgewiesen. Eine Umsetzung sei erst in 40 Jahren denkbar, sagte er. Auch würde durch die „Havelspange“ Verkehr nach Potsdam geholt, nicht umgekehrt.

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