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Potsdam Vielfalt in DRK-Behindertenwerkstätten
Lokales Potsdam Vielfalt in DRK-Behindertenwerkstätten
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18:04 14.08.2016
Simone Krüger fertigt Pillentaschen. Quelle: Foto: Bernd Gartenschläger
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Bis nach Israel und Dubai wandern inzwischen Produkte aus den DRK-Behindertenwerkstätten. Dank des weltweit agierenden Berliner Unternehmens Whitevoid, das spektakuläre Lichtdesigns für Kunst und Kommerz kreiert und immer mal wieder Aufträge in die Werkstätten an der Kohlhasenbrücker Straße gibt.

Demnächst werden für ein neuerliches Whitevoid-Projekt 500 filigrane Seilwinden montiert, sagt Produktionsleiterin Kathrin Richter. DRK-Behindertenwerkstätten und Whitevoid – das passt seit zwei Jahren gut zusammen: Firmenchef Christopher Bauder ließ für seine „Lichtgrenze“ – eine Installation aus Ballons, die sich am 9. November 2014 an der einstigen Berliner Mauer entlang schlängelte – tausende Ballonstelen in den Werkstätten montieren. „Das sind immer tolle Projekte für einen sehr netten Kunden“, sagte Kathrin Richter.

„Vielfalt ist unsere Spezialität“ lautet das Motto der DRK-Behindertenwerkstätten, die sich seit elf Jahren an der Kohlhasenbrücker Straße befinden. Etwa 160 Menschen mit Behinderungen arbeiten in den Werkstätten, weitere 50 sind im Berufsbildungs- sowie im Förder- und Beschäftigungsbereich. Da es in Potsdam keine großen Industriebetriebe gibt, kommen die Aufträge eben von zahlreichen kleinen oder mittelständischen Betrieben, auch von der Stadtwerke-Tochter EWP oder von der Investitionsbank des Landes Brandenburg.

Bestimmte Arbeitsabläufe lassen sich nur von Hand erledigen. Die Beschäftigten sind gefragt, wenn etwa Karaffen mit in Alkohol eingelegten Früchten aus dem Hause Werder-Feinkost mit Goldschleifchen umkränzt oder für ein Labor palettenweise Plastikröhrchen mit passenden Deckeln versehen werden. Zum Portfolio gehören Dienstleistungen im Digital- und Offsetdruck, in der Elektronik-Abfallgeräteentsorgung, im Catering oder im Garten-Landschaftsbau. „Im Gala-Bau sind wir ausgebucht“, sagt Kathrin Richter. 40 Beschäftigte kümmern sich um die Grünpflege vieler privater Kunden, „gehen zu Oma und Opa und machen dort den Garten schön“. Neue Kunden haben bereits für 2017 gebucht. 40 Beschäftigte arbeiten im Gala-Bau – „wir würden aufgrund der großen Nachfrage den Bereich gern aufstocken“. Mit dem Babelsberger Unternehmen „Wandbilder XXL“, das großformatigen handgemalten oder gedruckten Wandschmuck anbietet, wurde in diesem Jahr ein neuer Kunde gewonnen. Holzrahmen werden mit Leinwand bezogen, Poster zugeschnitten und auf die Rahmen gespannt. Weil so viel zu tun ist, wurden im August zwei Außenarbeitsplätze vor Ort in der Firma geschaffen und belegt, freut sich Kathrin Richter.

Von Ricarda Nowak

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