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Potsdam Vier Kandidaten für das Hans-Otto-Theater
Lokales Potsdam Vier Kandidaten für das Hans-Otto-Theater
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09:47 24.03.2017
Tobias Wellemeyer geht. Wer wird sein Nachfolger? Quelle: Bernd Gartenschläger
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Potsdam

Die Findungskommission zur Suche nach einem neuen Intendanten für das Hans-Otto-Theater hat sich nach Mitteilung aus dem Rathaus auf vier Kandidatinnen und Kandidaten geeinigt. Sie sollen in die nächste Sitzung eingeladen werden und sich dort vorstellen. Ein neuer Intendant soll das Theater ab der Spielzeit 2018/19 als Nachfolger von Tobias Wellemeyer übernehmen, der die Bühne in der Schiffbauergasse seit 2009 leitet.

Die elf Kommissionsmitglieder waren am Mittwoch unter Leitung von Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) zu ihrer konstituierenden Sitzung im Rathaus zusammengekommen und hatten die 80 eingegangenen Bewerbungen gesichtet. Es lagen den Angaben zufolge elf Gruppen- und 69 Einzelbewerbungen vor. Unter den 69 Einzelbewerbern sind den Angaben zufolge 49 Männer und 20 Frauen.

Kurz vor dem Jahreswechsel war von der Stadt bekannt gegeben worden, dass der Vertrag mit Wellemeyer nicht erneut verlängert wird. „Die Landeshauptstadt strebt neue künstlerische Impulse an“, hieß es in der Begründung. Von den Bewerbern wurden der Ausschreibung zufolge Konzepte erwartet, wie sie das Haus mit seinen personellen und finanziellen Ressourcen erfolgreich führen wollen.

Spekuliert wird unter anderem über eine Beteiligung von Armin Petras am weiteren Verfahren. Der langjährige erfolgreiche Intendant des Maxim-Gorki-Theaters Berlin, der 2018 in Stuttgart aus „familiären Gründen“ vorzeitig aufhört, hat ein Haus im Havelland. Ebenfalls im Gespräch ist Sewan Latchinian, seit 2004 von der Kritik gefeierter Intendant der Neuen Bühne Senftenberg, aktuell Chef des Rostocker Volkstheaters. Latchinian hatte sich bereits 2008 in Potsdam beworben, die Stadt hatte damals aber Wellemeyer den Vorzug gegeben, der vorher das Vierspartentheater in Magdeburg geleitet hatte.

Die Mitglieder der vom Oberbürgermeister benannten Findungskommission für die Intendantensuche sind Ende Februar bekannt gegeben worden. Angekündigt wurde, dass die Kommission bis April in mindestens zwei Sitzungen eine Entscheidung herbeiführen werde. Die neue Intendanz soll ab 1. August 2018 die programmatische Ausrichtung des HOT prägen und verantworten sowie das künstlerische Profil des Hauses weiterentwickeln.

Die Ära Wellemeyer ist bis dahin durchaus noch gut für Überraschungen: Mit Spannung erwartet wird die zum 7. April anstehende Uraufführung des Auftragswerks „Abend über Potsdam“ über das kurz vor dem Untergang der Weimarer Republik entstandene legendäre Potsdam-Bild der Berliner Malerin Lotte Laserstein (1898–1993).

Von Volker Oelschläger

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