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Potsdam Feiner Rebensaft vom Klausberg
Lokales Potsdam Feiner Rebensaft vom Klausberg
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00:36 10.07.2015
Gärtner Dirk Häusser zwischen Reben auf dem Klausberg und mit einer Flasche Rotwein Regent 2014. Quelle: foto: Christel Köster
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Sanssouci

Wo passt eine Deutsche Weinprinzessin besser hin als aufs Königliche Weinfest? Und so hält die brünette Reben-Majestät Kathrin Schnitzius (23) von der Mosel – im bürgerlichen Leben Studentin für Weinbau und Oenologie – am Freitag und Sonnabend auf dem Klausberg Hof: Zum vierten Mal veranstalten die Mosaik-Werkstätten für Behinderte und die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten das Königliche Weinfest.

Seit 2006 bringen Mosaik-Mitarbeiter den einst verwilderten und verfallenen Klausberg an der Maulbeerallee wieder auf Vordermann. Nach umfangreichen Aufräum- und Reinigungsarbeiten wurden 2010 die ersten 250 Rebstöcke angepflanzt. Inzwischen wachsen rund 2000 auf dem Areal unterhalb des Belvedere. Mehr als doppelt so viele sollen es einmal werden, sagt Andreas Kramp, Sprecher des Mosaik-Werkstattbereichs. Deshalb werden nach wie vor Paten für Rebstöcke gesucht. ab zehn Euro geht’s los.

Exklusiv können Besucher beim Fest den limitierten, durchnummerierten Jahrgangswein 2014 der Sorten Phoenix und Regent vom Königlichen Weinberg die ersten 30 Flaschen ersteigern und ab Nummer 31 „regulär“ erwerben. Einen Vorab-Schluck durfte am Dienstag schon jeweils gekostet werden: Die weiße Tafeltraube Phoenix mundet – nach Aprikose, erklärt Dirk Häusser, Fachbereichsleiter Garten- und Landschaftspflege im Mosaik-Unternehmen. Die rote Keltertraube Regent wiederum überzeugt durch eine leichte Waldfrucht-Note.

Rund 300 Kilogramm rote und weiße Trauben sind in diesem Jahr gekeltert worden, so Häusser. „Eine tolle Ertragssteigerung.“ Von den roten Trauben wurden viermal so viele geerntet wie im vergangenen Jahr. Der Töplitzer Winzer Ludolf Artymowytsch füllte 400 Flaschen Regent und 200 Flaschen Phoenix ab. Feiner Geschmack hat jedoch auch seinen Preis: Die Weine werden beim Fest zu 17,69 Euro in handlichen Halbliterflaschen verkauft. Der unrunde Preis orientiert sich am Jahr 1769, in dem der Weinberg auf Wunsch des Preußenkönigs Friedrich II. angelegt worden war. In den Museumsshops der Schlösserstiftung kosten die edlen Tropfen laut Kramp dann etwa 30 Euro.

Klingt viel, aber: Der Erlös kommt der Rekultivierung des Weinbergs zugute und soll in Zukunft die Arbeit der Mosaik-Gärtner möglichst refinanzieren. Womöglich zum Weihnachtsgeschäft sollen die Klausberg-Weine über einen Online-Shop erhältlich sein.

Beim Fest darf sich an vielerlei Rebensaft gelabt werden. 13 Winzer aus elf deutschen Weinbaugebieten reisen an. Hobbywinzer wiederum bekommen in Führungen Tipps aus erster Hand zur Aufzucht der Reben. Wer trinkt, soll essen: Aufgetischt werden Spezialitäten aus dem zum Mosaik-Unternehmen gehörenden Restaurant „Charlottchen“. Kramp würde sich freuen, in diesem Jahr die 1000er-Besucher-Marke zu knacken. 2014 kamen rund 900 Gäste. Der Eintritt zum Fest ist frei.

Von Ricarda Nowak

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