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Villa am Heiligen See wird versteigert

Potsdam Villa am Heiligen See wird versteigert

Mindestgebot 3,45 Millionen Euro: Ein sanierungsbedürftiges Wohnhaus am Heiligen See kommt am Donnerstag unter den Hammer. Das Mindestgebot für die Gründerzeitvilla, die nicht weit von Günther Jauchs Anwesen entfernt liegt, ist das höchste Gebot für fast 100 Immobilien, die versteigert werden.

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Eine elitäre Lage: Die Villa in der Seestraße 26.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Berliner Vorstadt. Die Deutsche Grundstücksauktionen AG wird am 22. Juni ab 11 Uhr innerhalb ihrer Sommerauktionen im „abba Berlin Hotel“ ein sanierungsbedürftiges Wohnhaus am Heiligen See für 3,45 Millionen Euro zur Versteigerung aufrufen. Es ist das höchste unter den Mindestgeboten für 96 Immobilien aus zehn Bundesländern und Spanien, die unter den Hammer kommen.

Die Villa in der Seestraße 26 steht auf einem Wassergrundstück mit eigenem Bootssteg. 792 Quadratmeter groß ist das Areal in der Berliner Vorstadt, Auktionator Michael Plettner wirbt mit „einer der elitärsten Lagen Deutschlands“. Für solche Immobilien gebe es „keinen regulären Markt“, weil sie kaum verkauft würden. Das 1898 erbaute Haus punktet mit viel Originalsubstanz: Säulen auf dem Balkon, Kassettendecke im Herrenzimmer, Tafelparkett und Küchenfliesen aus der Erstausstattung.

Acht Millionen Euro gängiger Preis am Heiligen See

Dennoch lässt die Objektbeschreibung ahnen, dass der Erwerber auf den Kaufpreis einiges draufsatteln muss, bevor er mit dem Champagnerglas die Freitreppe zum See hinabschweben und auf Einladungen zu den Sommerfesten der nebenan siedelnden Medienprominenz hoffen darf. Bisher sei das Haus per Schwerkraft-Forsterheizung erwärmt worden, heißt es in der Expertise. Ob der offene Kamin noch funktioniere, habe man nicht geprüft. Der neue Eigentümer könne aber die Grundrisse verändern und sich auf diese Weise ein „absolutes Liebhaberobjekt herrichten“.

Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass die Villa mit ihren 280 Quadratmetern Wohnfläche trotz des Einstiegspreises einen neuen Hausherrn findet. Peyton Robert Neubauer, Chef des in der Berliner Vorstadt tätigen Luxus-Immobilienmaklers Dahler & Company, berichtete kürzlich in der „Zeit“, acht Millionen Euro für eine Villa am Heiligen See seien inzwischen ein gängiger Preis. Für Angebote bekomme man hier als Makler auf einen Schlag 20 Anfragen von Kunden, die sofort zum Notar gehen würden.

Auch Auktionator Plettner ist guten Mutes: „Bei dieser Auktion erwarten wir eine äußerst hohe Nachfrage.“ Wer es eine Nummer kleiner möchte, kann bei ihm auf eine der 38 anderen Immobilien aus Berlin und Brandenburg bieten.

Von Volkmar Klein

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