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Klitschko bekommt Potsdamer Medienpreis

Promi-Auflauf für Schwergewichtspolitiker Klitschko bekommt Potsdamer Medienpreis

Kiews Bürgermeister und Ex-Profiboxer Vitali Klitschko wurde am Freitag für sein politisches Engagement in der Ukraine mit dem Preis des Potsdamer Medientreffens "M100 Sanssouci" geehrt. Die Auszeichnung geht jährlich an Menschen, die sich für freie Meinungsäußerung, Demokratie und europäische Verständigung engagieren.

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Mit Potsdams OB Jann Jakobs (rechts) und Österreichs Außenminister Sebastian Kurz (links) stellte sich Vitali Klitschko den Fotografen.

Quelle: Jens Kalaene

Potsdam. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko hatte es in seinem Statement am Freitagabend vor der Verleihung des "M100 Media Awards" ganz stark betont: den Wert der Freundschaft. Nun hatte Klitschko das logischerweise auf das Verhältnis seiner ukrainischen Heimat zur EU bezogen. Aber über enge Freundschaftsbande konnte man auch beim M100-Empfang ‒ traditionell wieder im prachtvollen Ambiente der Orangerie ‒ einiges lernen.

So fanden sich unter der illustren Gästeschar auch etliche "Ehemalige", die gerne wiedergekehrt waren: Kurt Westergaard, der dänische Karikaturist und M100-Preisträger des Jahres 2010 war mit Ehefrau Brigidde gekommen. Mit eine eleganten schwarzen Gehrock bekleidet, erzählte Westergaard mit seiner sanften Stimme von den Einschränkungen, die ihn seit seinen weltweit Wellen schlagenden "Mohammed-Karikaturen" und dem versuchten Mordanschlag eines religiösen Fanatikers begleiten: 25 Sicherheitsleute sind im Schichtdienst zu seiner Bewachung abgestellt: "Mittlerweile gehören sie fast zur Familie." Auch Erdem Gündüz, der "Standing Man" vom Taksim-Platz in Istanbul und Preisträger des Jahres 2013, war wieder da. Schwer angetan vom diesjährigen Preisträger, dem Ex-Schwergewichtsweltmeister und Galionsfigur Vitali Klitschko, waren am Freitag viele der Prominenten: Zum Beispiel Alexandra Oetker, Ex-Frau von Pudding-Milliardär August Oetker, die sich wünscht, dass Klitschko weiter die Möglichkeit bekommt, eine positive Rolle zu spielen.

Für Sorgenfalten sorgt derzeit natürlich die Situation in der Ostukraine. Kiewer Stadtvater plädiert für eine stärkere Sicherung der Grenze zu Russland, unter anderem wegen des Waffenschmuggels. Er könne sich "Drohnen vorstellen, um die Situation zu beobachten", hieß es bei der Pressekonferenz im Raffaelsaal.

Alt-Ministerpräsident Matthias Platzeck, Vorsitzender des Deutsch-Russischen Forums, zollte dem früheren "Dr. Eisenfaust" seinen Respekt. "Ich finde es unendlich mutig, in dieser Situation in der Ukraine Verantwortung zu übernehmen. Aber mutig war er schon als Boxer", sagte Platzeck, während sich hinter ihm der fesche österreichische Außenminister Sebastian Kurz zusammen mit Schauspielerin Nadja Uhl für ein dekoratives Foto aufstellte. Kurz hielt später die Laudatio auf Klitschko. EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) hält sich momentan lieber von Bildmotiven mit hübschen Damen fern, wie er im Smalltalk vor der Preisverleihung launig erzählte. Der Grund: Vor einiger Zeit hatte er Wahlkampfhilfe für einen polnischen Politiker geleistet. Bei einem Termin waren ihm dann zwei Ex-Schönheitsköniginnen an die Seite gestellt worden: "Ich habe mir nichts dabei gedacht, aber irgendwann nach meiner Rückkehr fragt mich meine Frau: ,Wie war es denn so im Wahlkampf in Polen?' Ich sage: ,Ich glaube, der polnische Kollege hat verloren.' Darauf meine Frau: ,Und sonst?'." Wie sich herausstellte, hatte die polnische Zeitung, die das Schulz-mit-Schönheitsköniginnen-Bild abgedruckt hatte, ein Belegexemplar zugeschickt. Amüsierter Kommentar der Gattin: "Jetzt weiß ich, warum du so gern Wahlkampf machst."

Von Ildiko Röd

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