Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 1 ° Regenschauer

Navigation:
Vollsperrung der Langen Brücke „alternativlos“

Pogida in Potsdam Vollsperrung der Langen Brücke „alternativlos“

Der Donnerstag naht, die nächste Pogida-Demo kommt und auch das nächste Verkehrschaos ist programmiert. Die Sperrungen sind (fast) dieselben wir bei den vorherigen Demonstrationen an der Langen Brücke. Auch bei der angemeldeten Demo der Linken scheint alles wie gehabt, denn über die Vollsperrung der Brücke will die Polizei nicht verhandeln.

Voriger Artikel
Flüchtlingsjunge rettet Wohlstandskind
Nächster Artikel
Notorischer Langfinger geschnappt

Die Lange Brücke wird erneut voll gesperrt.

Potsdam. Seit letzter Woche ist klar: Der Stadt Potsdam wird auch am kommenden Donnerstag, 7. April 2016, nicht um ein Verkehrschaos herumkommen. Die asylkritische Pogida-Bewegung hat erneut einen sogenannten „Abendspaziergang“ vom Hauptbahnhof über die Lange Brücke bis zum Filmmuseum und zurück angekündigt. Das ruft auch wieder Gegendemonstranten auf den Plan. Vier Protestveranstaltungen sind rund um die Pogida-Veranstaltung angemeldet. So zum Beispiel vom Bündnis „Potsdam bekennt Farbe“. Über Facebook werden die Potsdamer dazu aufgerufen, ab 18 Uhr „Pogida ein selbstbewusstes und unmissverständliches „Refugees Welcome- Für Weltoffenheit und Toleranz!“ entgegenzuschmettern“.

Zugang zur Innenstadt erschwert

Ab 17 Uhr wird die Brücke daher gesperrt, ein Durchkommen mit dem Auto , dem Bus oder Straßenbahn in Richtung Innenstadt bzw. Richtung Heinrich-Mann-Allee nicht mehr möglich – und auch der „normale“ Fußgänger wird sich einen Umweg suchen müssen. „Pogida“ hat Vorfahrt. Damit ist Norbert Müller überhaupt nicht einverstanden. Wie berichtet, findet er diese Vorgehensweise „nicht verhältnismäßig“. Für rund 50 Pogida-Demonstranten werde die gesamte Brücke gesperrt, Hunderte Gegendemonstranten aber ausgesperrt, so Müller gegenüber

Unverständlich findet das auch Sascha Krämer, der gegenüber MAZonline zudem von einem Gespräch mit der Polizei berichtete, bei dem – aufgrund der sinkenden Teilnehmerzahl bei den Pogida-Veranstaltungen – auch die parallele Nutzung der Brücke von Gegendemonstranten und Pogida-Anhängern auch nicht kategorisch ausgeschlossen wurde.

Polizei pocht auf Vollsperrung

Diese Überlegung scheint die Polizei jedoch komplett verworfen zu haben. „Wir haben auch diesmal alle Möglichkeiten geprüft, um den Verkehrsknotenpunkt Lange Brücke nicht gänzlich sperren zu müssen. Leider ist die Vollsperrung alternativlos, da die Polizei eine strikte Trennung der widerstreitenden Versammlungen ansonsten nicht gewährleisten könnte“, teilte Polizeiführer Michael Scharf am Montag mit.

Notwendig sei die polizeiliche Trennung, da „vereinzelte Flaschenwürfe und Störversuche mutmaßlich linksextremer Gewalttäter bei den Versammlungen der vergangenen Wochen“ gegen die friedliche Durchführung der Veranstaltungen spreche. „Gewalt gegenüber Sachen oder Personen werden wir auch diesmal in keinem Fall dulden und schon frühzeitig dagegen vorgehen“, kündigte Scharf weiterhin an.

Hier geht am Donnerstag nichts mehr

Die Einschränkungen betreffen am 7. April 2016, ab etwa 17.Uhr die komplette Lange Brücke und deren Zufahrten. Im Einzelnen sind das:

1.Bereich Breite Straße in Richtung Lange Brücke : Kreuzung Dortustraße bleibt befahrbar, außer in Richtung Lange Brücke.

2. Leipziger Dreieck in Richtung Lange Brücke : Die Kreuzung bleibt befahrbar, außer in Richtung Lange Brücke.

3. Babelsberger Straße : Sperrung zwischen Auffahrt Lange Brücke und Kreisverkehr Humboldtring in beiden Fahrtrichtungen.

4. Friedrich-List-Straße : Sperrung in Richtung Lange Brücke. Die Ausfahrt aus dem Parkhaus am Bahnhof in Richtung Babelsberg bleibt möglich.

Gute Nachricht für Bahnreisende

Der Potsdamer Hauptbahnhof sowie die dortigen Geschäfte und das Kino werden weiterhin für jedermann zugänglich sein. Die Zufahrt ins Parkhaus ist in dieser Zeit jedoch nicht möglich. Die Ausfahrt in die Friedrich-List-Straße bleibt aber möglich.

Die Polizeidirektion West wird mit Unterstützung von Polizisten aus Brandenburg und anderen Bundesländern einen Polizeieinsatz zur Gewährleistung der friedlichen Durchführung aller angemeldeten Versammlungen durchführen.

Von MAZonline

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam
Potsdams Innenstadt - vor und nach dem Krieg

Der 14. April 1945 ist ein sonniger, warmer Frühlingstag – ein Sonnabend.  Um 22:15 Uhr ertönen die Sirenen, Bomben fallen auf Potsdam und wenig später marschiert die russische Armee in Potsdam ein. Das Stadtbild ist ein anderes geworden.

Das Protokoll zum Luftangriff: www.maz-online.de/Nacht-von-Potsdam

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg