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Voltaire-Schüler siegen mit Potsdams stillen Helden

Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten Voltaire-Schüler siegen mit Potsdams stillen Helden

Beim jährlichen Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten ist Kreativität und Interesse an historischen Zusammenhängen gefragt. Achtklässler der Potsdamer Voltaire-Schule haben beides mit einem besonderen Projekt über Potsdamer Persönlichkeiten bewiesen.

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Mit diesem Plakat hat der Bundespräsident zum Wettbewerb aufgerufen.

Quelle: Foto: Körber-Stiftung

Potsdam. Jeder kennt die Namen Sophie Scholl und Anne Frank. Aber was ist mit den kirchlichen Widerständlern Anni von Gottberg, Christa Lückhage oder Günther Brandt? Eine Schülergruppe der Potsdamer Voltaire-Gesamtschule hat es sich zur Aufgabe gemacht, Potsdamer zu würdigen, die bislang nicht öffentlich für ihren Mut, für Zivilcourage oder Widerstand im Nationalsozialismus geehrt wurden. Für ihr Projekt über die „stillen Helden“ Potsdams werden die Achtklässler nun selbst geehrt: Die Gruppe von 19 Potsdamer Schülern ist unter den Landessiegern beim diesjährigen Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten und gewinnt 250 Euro für die Klassenkasse.

Durch Gedenktafeln im Stadtbild wurde die Klasse auf die Potsdamer Helden aufmerksam. Um ihre Ergebnisse einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen, entwickelten die Jugendlichen eine Führung zu den Potsdamer Tafeln, die an Frauen und Männer erinnern, die viel geleistet haben, aber trotzdem nicht überregional bekannt sind.

„Gott und die Welt. Religion macht Geschichte“ lautete in diesem Jahr das Thema des Wettbewerbs, an dem sich bundesweit mehr als 5000 Jugendliche beteiligt haben. 43 Beiträge haben märkische Schüler eingereicht. Als beste Schule Brandenburgs wurde dabei das Christa-und-Peter-Scherpf-Gymnasium in Prenzlau (Uckermark) ausgezeichnet. Am 21. September werden alle 25 Preisträger aus Brandenburg und Berlin in der Potsdamer Staatskanzlei geehrt. Die deutschlandweit insgesamt 250 Landessieger haben zudem die Chance, einen von 50 Bundespreisen zu erringen, die am 22. November von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) persönlich im Schloss Bellevue vergeben werden.

Die Schüler hätten sich auf vielfältige Weise mit dem Einfluss von Glauben und Religion auf das Zusammenleben beschäftigt, erläutert Sven Tetzlaff, Leiter des Bereichs Bildung der Körber-Stiftung, die den Wettbewerb betreut. Mehr als 20 Prozent der Teilnehmer hätten sich wie die Potsdamer mit der Rolle der Kirche während der NS-Zeit auseinandergesetzt. „Dass junge Leute Original-Dokumente sichten und auswerten wollen, ist gerade in Zeiten von ,Fake-News’ eine gute Botschaft“, so Tetzlaff.

Von Marion Kaufmann

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