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Potsdam „Von A wie Artischocke bis Z wie Zucchini“
Lokales Potsdam „Von A wie Artischocke bis Z wie Zucchini“
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19:24 05.01.2016
Wow, was für ein Winterkohlrabi: OB Jann Jakobs (Mitte) mit einigen der Aussteller im Mühlenrestaurant „Trentino“. Quelle: Christel Köster
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Potsdam

Zu Ost-Zeiten war ein Besuch im Grillrestaurant Mühlenbaude an der Fahrländer Bockwindmühle beinahe so etwas wie gastronomische „Bückware“: Heiß begehrt, aber schwer zu kriegen. Mittlerweile ist aus dem Grillrestaurant das Mühlenrestaurant„Trentino“ geworden mit – erraten! – meist italienischen, aber auch deutschen Spezialitäten auf der Speisekarte.

Im Gastraum sah es am Dienstagvormittag ein bisschen aus wie beim Sonntagsessen bei einer sizilianischen Großfamilie. Proppenvoll; die Gäste Schulter an Schulter sitzend rund um eine lang gestreckte Tafel. Nur dass vorne nicht der Dorfpfarrer und „mamma“ und „papà“ saßen, sondern Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD), Potsdams Marketing-Chefin Sigrid Sommer und Wirtschaftsförderer Stefan Frerichs. Zum achten Mal präsentiert sich die Landeshauptstadt nun schon bei der „Grünen Woche“ in Berlin, die vom 15. bis 24. Januar stattfinden wird. Etwa ein Dutzend Aussteller und Partner sind dabei – logischerweise überwiegend aus dem „ländlichen Raum“, sprich: vom Dorf. Die meisten Akteure, die um die Tafel saßen, sind schon Veteranen beim Event: das Obstgut Marquardt etwa oder die Braumanufaktur Forsthaus Templin. 2016 wird übrigens ein bedeutsames Jahr für die Gerstensaft-Produzenten: Den 500. Jahrestag des Reinheitsgebots gilt es zu feiern. Das Jubiläum wird am 23./ 24. April mit einer „Brandenburger Bierstraße“ auf dem Luisenplatz begangen.

Doch zurück zur „Grünen Woche“, wo am Potsdamer Gemeinschaftsstand zwei Neuzugänge begrüßt werden können, die im letzten Jahr nicht dabei waren. Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide lockt mit leckeren Wildprodukten von der Salami bis zur Knacker. Der Florahof Bornim wiederum ist ein Gemüsehof mit erstaunlich breiter Palette: „Für jeden Buchstaben des Alphabets findet sich ein Gemüse bei uns: Von A wie Artischocke bis Z wie Zucchini“, sagte Hofbesitzer Markus Schüler. Sein riesiger Winterkohlrabi könnte leicht den vegetarischen Nahrungsbedarf von einem Halbdutzend Topmodels für einen ganzen Monat decken.

Oberbürgermeister Jakobs erfreute sich nicht nur an Kohlrabi & Co., sondern auch an der Aussicht auf eine mögliche Tram-Verbindung bis nach Fahrland. Bis Ende 2017 soll die erste Stufe der Straßenbahntrasse bis zum Campus Jungfernsee geführt werden. Dann ist Krampnitz dran – „mit denkbarer Verlängerung nach Fahrland“, verwies Jakobs auf das Ergebnis einer Studie zur Krampnitz-Tram. Schon in Sack und Tüten ist die Erarbeitung eines Gesamtkonzepts für den ländlichen Raum, das Ende 2015 in Auftrag gegeben wurde, sagte Jakobs. Am Ende zollte er noch den „Grüne Woche“-Ausstellern Respekt: So ein Tag hinter dem Stand – mitten im Lärm und Trubel der Brandenburg-Halle – sei beileibe „nicht immer vergnügungssteuerpflichtig“.

Von Ildiko Röd

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