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Potsdam Von Baumkrone zu Baumkrone
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09:57 13.05.2013
POTSDAM-MARQUARDT

Bei rund 4000 Metern und 11 000 selbst gefertigte Wimpel machte Organisatorin Mareen Behrend-Deter einen Cut. „Wir haben tatsächlich überlegt, uns für einen Guiness-Eintrag zu bewerben, aber die längste Wimpelkette der Welt ist knapp neun Kilometer lang“, sagte die Initiatorin der Wimpelaktion. Zu den Feierlichkeiten rund um die Marquardter Ersterwähnung, die sich im Juni zum 700. Mal jährt, wurden die Wimpel aus der Taufe gehoben. Nach monatelanger Vorbereitung und intensiven Näh- und Schnippelarbeiten wurden die Wimpelketten an den Baumkronen von Marquardt befestigt. „Im Februar haben wir angefangen, die Aktion zu planen und Freiwillige an Bord zu holen“, erzählte die Initiatorin.

In fünf Wimpel-Trupps zogen die Menschen am Sonnabend von Baum zu Baum und befestigten die Unikate. Rosemarie Martens war bei der Herstellung der Wimpel maßgeblich beteiligt. Rund 2000 Wimpel aus Stoffen aller Art hat sie zusammengenäht und an einer Schnur befestigt. „Es hat mir großen Spaß gemacht. Ich wollte unbedingt etwas zu dieser Aktion beitragen“, sagte die 67 Jahre alte Marquardterin. Auch Ursula Amtsberg hatte großen Spaß an der Wimpel-Idee. „Ich habe rund 6000 Stück genäht“, sagt sie nicht ohne Stolz. „In der Woche habe ich rund 1000 Stück geschafft“.

Von jung bist alt, ob Mann oder Frau – Teamwork war in Marquardt gefragt. Neben den Helfern am Sonnabend waren auch die 200 Kinder der Schule und des Kindergartens involviert. „Die Wimpel wurden von der Sekretärin zugeschnitten und von jedem Kind individuell gestaltet“, erzählte Mareen Behrend-Deter. Neben dem Effekt der „Dorf-Verschönerung“habe die Aktion sehr zum Gemeinschaftsgefühl beigetragen, findet Mareen Behrend-Deter. Nachbarn sind sich nähergekommen, die freiwillige Feuerwehr half mit und stellte die Gerätschaften zur Verfügung und auch die Jugendlichen aus der Marquardter „Sportgruppe Zimmermann“, die von Sportlehrer Frank Zimmermann betreut wird, hängten die Wimpel von Ast zu Ast.

Am späten Nachmittag war es dann vollbracht und die vier Kilometer lange Kette mit den 11 000 Wimpeln wurde erfolgreich befestigt. Das große Fest zur Ersterwähnung findet vom 14. bis zum 16. Juni rund um das Schloss Marquardt statt. (Von Marcel Jarjour)

Marquardt ist der schönste Potsdamer Ortsteil, weil... „... es etwas besonderes ist, dass Kinder unter Kindern aufwachsen. Sie haben hier einen gewissen Freiraum und können abseits des ganzen Trubels der Großstadt ihr Leben genießen. Auch die Gemeinschaft ist klasse.“ Mareen Behrendt-Deter (33/Initiatorin)

„... ganz in der Nähe der See ist, an dem die Jugendlichen schwimmen und angeln können. Alle kennen sich untereinander und es ist ziemlich familiär. Wir haben hier das, was man in der Stadt eben nicht hat.“ Paul Burkhard (18/ Gymnasiast)

„... die Menschen hier das Besondere sind. Jeder begrüßt jeden und es ist ein schöner Zusammenhalt auch unter den Nachbarn. Ich bin hierher gezogen und möchte nicht mehr aus Marquardt wegziehen“. Dirk Granzow (37/ Freiwillige Feuerwehr)

„... es trotz der Neubauten immer noch einen gewissen Charme hat. Hier gibt es viele Grünflächen und es ist schön ruhig. Das ist woanders nicht der Fall. Ich nenne Marquardt auch gerne ’Grüne Hölle’.“ Ursula Amtsberg (76/hat 6000 Wimpel genäht)

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