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Von Potsdam an den Zürichsee

Nachtzug hält in der Landeshauptstadt Von Potsdam an den Zürichsee

Die Österreichischen Bundesbahnen stellen Weichen für einen neuen Zug aus Potsdam. In teils luxuriösen Schlafwagen-Abteilen kann man künftig von der Landeshauptstadt aus auf Reisen gehen.

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Einmal nächtlich soll es ab dem 10. Dezember jeden Tag vom Potsdamer Hauptbahnhof aus nach Zürich gehen.

Quelle: fotos: Harald Eisenberger

Innenstadt. Von Ausnahmen abgesehen ist Potsdam-Hauptbahnhof vom offiziellen Fernverkehr der Deutschen Bahn (DB) längst abgehängt. Bis auf eine Verbindung täglich nach Emden und Cottbus, periodisch zum Ballungsraum Rhein/Ruhr und zur Ostsee sowie einmal wöchentlich nach München ist die Landeshauptstadt nur Regional- und S-Bahn-Haltepunkt. Doch jetzt erinnern sich die Österreicher der früheren Verbündeten in Preußen.

Und das sogar ziemlich komfortabel. Wie die Österreichische Bundesbahn (ÖBB) gestern entsprechende Meldungen von Fahrgastverbänden bestätigte, rollt ab dem 10. Dezember täglich ein Nachtzug mit teils luxuriösen Schlafwagen-Abteilen von Berlin aus über Potsdam (Hbf) an den Zürichsee und die dortige gleichnamige mit Abstand größte Stadt der Schweiz. Einen zusätzlichen brandenburgischen Halt wird der Zug mit der passenden Bezeichnung „NightJet“ zudem in Brandenburg/Havel haben.

Im Grunde stellt die ÖBB nur die Weichen neu für eine Bahn, die sie seit knapp einem Jahr betreibt. Die schon seit Ende 2016 von den Österreichern übernommene Nachtzug-Verbindung Berlin Hbf–Zürich wird sozusagen über Potsdam und Brandenburg/Havel umgeleitet. Zuvor hatte noch die Deutsche Bahn (DB) die Schlafwagen-Verbindung betrieben.

Auch wenn ab Dezember nur nachts und ausschließlich zu den Eidgenossen die Anbindung an die weite Welt von der märkischen Metropole am Heiligen See aus besteht, in der Stadtverwaltung sorgt die Meldung für Freude. „Wir setzen uns seit Jahren für eine Anbindung Potsdams an das ICE-Netz ein und hoffen nun, dass die Deutsche Bahn diesem Schritt aus Österreich folgt“, sagt Stadtsprecher Stefan Schulz.

Ab dem kommenden Fahrplanwechsel zum 10. Dezember wird das deutsche Fernverkehrsunternehmen dem Beispiel der Kollegen in Wien aber erst einmal wenig Folge leisten. Außerhalb der Sommermonate wird es jetzt statt einem IC einen ICE über Nacht nach Dortmund, Düsseldorf und Köln sowie einmal wöchentlich nach Rügen geben. Aufrecht erhalten bleibt der IC einmal täglich nach Emden und Cottbus sowie einmal von Sonntag auf Montag nach München.

Bei der ÖBB indes habe man schon „weitere Ideen“ das Angebot in Deutschland noch aufzustocken, sagt Sprecher Bernhard Rieder. Voraussetzung sei aber, dass für eine Bestellung geplante Züge auch wirklich geliefert werden. Die Wiener haben seit dem vergangenen Jahr auf insgesamt zehn ehemaligen DB-Strecken meist mit Nachtzügen den Betrieb übernommen. Im Schnitt ist von einer 60-prozentigen Auslastung die Rede. Für die tägliche Strecke Potsdam–Zürich (21:41, zurück an 7:06 in Potsdam) ist derzeit von Preisen ab 139 Euro im Schlafwageneinzelabteil die Rede.

Von Gerald Dietz

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