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Von der Sozialpädagogin zur Eierproduzentin

Premiere auf der Brala: Die Babelsbergerin Susanne Kimmel von Beelitzer Frischei wirbt für eine Bauernverband-Kampagne Von der Sozialpädagogin zur Eierproduzentin

Susanne Kimmel ist Botschafterin für Eier – das hätte sie sich vor ein paar Jahren auch noch nicht träumen lassen. Die 28-jährige Babelsbergerin wirbt mit ihrem Gesicht für die Kampagne „Arbeit mit Leidenschaft“ des Deutschen Bauernverbandes.

Gemeinsam mit ihrer Kollegin Jenny Münzberg – beide arbeiten bei der Beelitzer Frischei Genossenschaft – präsentiert sie auf Plakaten und Flyern eine neue Generation der Agrarwirtschaft. Heute besucht Susanne Kimmel erstmals die Brandenburgische Landwirtschaftsausstellung (Brala) in Paaren im Glien.

Mit Eiern hatte Susanne Kimmel bis zum letzten Jahr wenig zu tun – außer auf dem Frühstückstisch oder wenn ihre Mutter Sabine Kimmel, Geschäftsführerin der Beelitzer Frischei, von der Arbeit erzählte. Die Tochter studierte Sozialpädagogik und arbeitete danach in der Familienhilfe. Als sie 2012 auf Arbeitssuche war, wollte Susanne Kimmel eigentlich nur aushilfsweise bei der Beelitzer Frischei einsteigen – und ist dann im Bereich Marketing und Akquise hängengeblieben. „Arbeit mit Leidenschaft“, das Motto der Bauernverband-Kampagne ist mittlerweile zu ihrem ganz persönlichen geworden. „Ich hätte nicht gedacht, dass mir der Job in der Landwirtschaft so viel Spaß macht.“

An ihrem Stand im Zelt des Wirtschaftsgeflügelverbandes auf der Brala will Susanne Kimmel möglichst vielen Menschen Fragen rund ums Ei beantworten. „Bei meinen Akquisetouren durch die Supermärkte merke ich immer wieder: Die Leute wollen wissen, wo die Eier herkommen und wie die Hühner leben“, sagt sie. Genau darauf zielt auch die Kampagne ab: Es soll gezeigt werden, dass Intensivtierhaltung und Tierschutz sich nicht ausschließen.

Und wie sieht das bei der Frischei-Genossenschaft, wo rund 65 000 Hennen in Freiland- und Bodenhaltung leben, konkret aus? „Wir kupieren zum Beispiel die Schnäbel nicht“, sagt Susanne Kimmel. Mit der richtigen Ernährung könne auch verhindert werden, dass die Hühner sich mit ihren spitzen Schnäbeln gegenseitig verletzen. „Was macht denn ein Hühnerleben aus?“, fragt Susanne Kimmel. „Herumlaufen, picken und scharren. Da können wir ihnen nicht das wichtigste Sinnesorgan verstümmeln.“ Wer sich ein eigenes Bild von der Tierhaltung in Beelitz machen will, kann am 30. Juni zum Tag der offenen Tür kommen.

Susanne Kimmel selbst überprüft die Qualität ihrer Produkte regelmäßig bei gemeinsamen Kochabenden mit Freunden. Zuletzt kamen die Beelitzer Eier in die Tortilla auf dem Antipastibuffet.

Die Brala ist heute von 9 bis 18 Uhr und morgen von 9 bis 17 Uhr geöffnet. (Von Meike Jänike)

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