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Potsdam Von harten Nüssen und Käsebroten
Lokales Potsdam Von harten Nüssen und Käsebroten
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20:57 27.02.2013
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Seit rund einem Jahr lehrt die Volkswirtschafts- und Politikwissenschaftlerin jetzt auf dem Campus Griebnitzsee über Städte im Zeitalter der Globalisierung. „Governance of Urban Infrastructure and Global Change“ heißt die gemeinsam mit dem Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS) in Erkner (Oder-Spree) geschaffene Professur.

Zurück in Deutschland musste die heute 53-Jährige sich erst einmal wieder daran gewöhnen, dass so manche Nuss hier nicht ganz so einfach zu knacken ist. In den Niederlanden und Skandinavien, wo die zunächst in der kommunalen Verwaltung in Baden-Württemberg ausgebildete spätere Wissenschaftlerin zuletzt war, „gehen strukturelle Veränderungen manchmal schneller“. Gesellschaftliche Veränderungen hätten dort etwa in der Kinderbetreuung oder auch im Schulsystem zum Teil rascher Niederschlag gefunden.

Vor ihren Engagements in schwedischen Stockholm, in Turku (Finnland) und im niederländischen Wageningen war sie auch als Gastprofessorin in Minneapolis (US-Bundesstaat Minnesota) tätig.

Doch auch was ihre Zuhörerschaft in Potsdam betrifft, musste sich die geborene Stuttgarterin ein wenig umgewöhnen. Anders als etwa in den Niederlanden seien die Studenten hier „qualifizierter, dabei aber spezialisierter“. Zudem hätte sie früher mit wesentlich mehr Nationalitäten den Hörsaal geteilt.

Veränderungen gab es zudem bei den profanen, aber wirklich wichtigen Dingen. „Die Kantine hier ist gut und hat lange geöffnet“, weiß Kern zu schätzen. In Wageningen etwa hätten die meisten mittags nur helles Käsebrot gegessen und Milch getrunken.

Mitgebracht von ihren Auslandsaufenthalten hat die Berlinerin ein wenig ihr heutiges Thema in Potsdam und Erkner. Es geht ihr um das Wirken von Städten als eigenständige Player in der globalisierten Welt. „Es gibt ja Metropolen, die haben mehr Einwohner und eine größere Wirtschaftskraft als manche Staaten“, sagt Kern. Diese städtischen Riesen würden versuchen, ihre eigenen Interessen gegenüber großen Organisationen und Verwaltungen wie etwa der EU durchzusetzen. Zudem hat sie sich viel mit Städte-Netzwerken in Nordamerika und Europa auseinander gesetzt. Es gebe da die verschiedensten Bündnisse etwa die Climate Alliance, der Potsdam angehört, oder die Energycities, die sich über Einsparmöglichkeiten, mehr Effizienz und auch Fragen der eigenen Erzeugung austauschen. „Ganz neue Herausforderungen stellt da die Energiewende in Deutschland“, so Kern. Kooperationen von Städten untereinander müssten angesichts dieser Aufgaben noch erheblich ausgebaut werden.

Die in Berlin-Mitte lebende Wissenschaftlerin ist oft auch außerberuflich in Potsdam und Umgebung unterwegs. Sie radelt in der Freizeit gerne in der Mark und zeigt auch Gästen immer wieder die brandenburgische Landeshauptstadt. Neben den Sehenswürdigkeiten tourt Kern dann auch gern durch Restaurants und Cafés in Potsdam. Einer ihrer Lieblingsorte ist dabei das Café Hundertwasser im Logenhaus am Rande des Holländischen Viertels geworden. „Das ist atmosphärisch sehr interessant und hat einen total schönen Garten“, sagt sie. Überhaupt sind Kern besonders die Freiluftzonen der Gastronomien in der Stadt ans Herz gewachsen. Bis die Forscherin hier aber wieder ausspannen kann, wird sie wohl noch ein wenig warten müssen. (Von Gerald Dietz)

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