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Potsdam Vor-Ort-Termin im umstrittenen Asylheim
Lokales Potsdam Vor-Ort-Termin im umstrittenen Asylheim
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07:48 10.03.2017
Blick in eines der Zimmer im Handelshof 20. Quelle: Friedrich Bungert
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Potsdam-Süd

Lokalaugenschein in der neuen Flüchtlingsunterkunft am Handelshof 20 im Industriegebiet Potsdam-Süd: Sozialdezernent Mike Schubert (SPD) hat am Donnerstag am Tag der offenen Tür die im Vorfeld stark umstrittene Unterkunft besucht. Die Einrichtung soll 144 Menschen Platz bieten. Von den insgesamt 37 Zimmern sind fünf Familienzimmer. Jedem Bewohner stehen laut Gesetz sechs Quadratmeter Wohnfläche zu. Derzeit steht die Unterkunft noch leer. In diesem Jahr sind bislang erst 34 Flüchtlinge von der Erstaufnahme nach Potsdam gekommen.

Sozialdezernent Mike Schubert (SPD, r.). Quelle: Friedrich Bungert

Wie berichtet, hat der Träger European Homecare (EHC) den Zuschlag als Betreiber des Handelshofs bekommen. Einen entsprechenden Beschluss hatten die Stadtverordneten Anfang Februar im Hauptausschuss gefasst. Das mittelständische Familienunternehmen, das derzeit laut Eigenauskunft über 20 000 Asylbewerber und Flüchtlinge in Unterkünften betreut, war in den vergangenen Jahren öfter in die Negativ-Schlagzeilen geraten. So wurde ihm 2014 die Trägerschaft einer Unterkunft in Nordrhein-Westfalen entzogen. Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma, die das Heim im EHC-Auftrag betreute, sollen einen gefesselten Flüchtling körperlich gedemütigt haben. Fotos gelangten an die Öffentlichkeit.

Der Handelshof von außen. Quelle: Friedrich Bungert

Als im Februar die Vergabe der neuen Flüchtlingsunterkunft am Handelshof an den Träger European Homecare bekannt wurden, reagierten Vertreter der AG Asyl empört. AG-Mitglied Lutz Boede warf Sozialdezernent Schubert „Intransparenz“ vor: „Bemerkenswert schnell und ohne lästige Mitsprache des Sozialausschusses oder des Migrantenbeirates wurde European Homecare der Zuschlag für eine neue Flüchtlingsunterkunft erteilt.“

Eines der fünf Familienzimmer. Quelle: Friedrich Bungert

Beim Vor-Ort-Termin am Donnerstag äußerte sich Schubert auch zu den Vorwürfen gegen European Homecare. Die Stadt habe vom Betreiber noch einmal eine Stellungnahme zu den Vorgängen von 2014 abgefordert – erst danach sei die „finale Entscheidung“ zur Vergabe getroffen worden“. Schubert verwies zudem auf die strengen und verpflichtenden Sicherheitsaudits und auf den „engmaschigen Kontrollrhythmus in allen Einrichtungen durch die Kollegen vom Gesundheitsamt und vom Sozialamt“. Allein in Ostdeutschland betreibe European Homecare 18 Häuser, so Schubert.

Aufenthaltsraum mit provisorischer Ausstattung. Quelle: Friedrich Bungert

Hinsichtlich des Vergabefahrens für Heimträger kündigte er einen neuen Modus an, um Abläufe transparenter zu gestalten. Politik und Verwaltung arbeiten an einem neuen Verfahren: Sowohl die Vergabe als auch die einzelnen Vergabekriterien in Form einer Matrix sollen zuerst der Politik zur Kenntnis gegeben werden, bevor die Ausschreibung erfolgt.

Von Ildiko Röd

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