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Potsdam Vorbereitung auf Walpurgisnacht
Lokales Potsdam Vorbereitung auf Walpurgisnacht
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19:00 28.04.2013
Potsdam

Frauen schleppten Eimer mit Schutt die Treppen hinab. Männer rollten Folien aus und schütteten Gruben zu. Der Mann ging hinein, doch bevor er die Zeit fand, herauszufinden, was dort vor sich geht, hatte ihm schon jemand einen Spaten in die Hand gedrückt.

Der Verein Winzerberg hatte am Vormittag zum Arbeitseinsatz geladen, rund 50 Leute waren diesem Aufruf gefolgt. Alles Vereinsmitglieder – Ärzte, Architekten, Unternehmer – die Unkraut jäteten und Erde von Blättern befreiten. Wer, wie der Spaziergänger, zufällig vorbeistreunte, wurde ebenfalls verpflichtet. „Nur zugucken ist nicht“, hatte Roland Schulze, Denkmalpfleger und Vereinsmitglied ihm gesagt. Der Spaziergänger versprach, beim nächsten Einsatz dabei zu sein. „So funktioniert das bei uns“, sagte Schulze, während er über das Gelände führte, „die Leute finden das Objekt toll und sie sehen, dass wir bei der Arbeit Spaß haben.“ Mehr noch, die körperliche Arbeit wurde zelebriert.

Seit acht Jahren bauen Vereinsmitglieder, Praktikanten und Architekturstudenten das ehemals verwahrloste Wahrzeichen der Stadt auf. Bilder, die auf dem Areal hängen, zeigen wie es bis vor wenigen Jahren aussah. Eine Ansammlung von Bauschutt und Unkraut. In den vergangenen Jahren wurden Mauern neu gezimmert, die Erde umgegraben und gesäubert und im Vorjahr endlich die ersten Weinreben gepflanzt. Bald werden sie hinter den Scheiben von Gewächshausparzellen, wie man sie von den Weinbergterrassen in Sanssouci kennt, geschützt wachsen können. Am vergangenen Donnerstag wurden dafür die Balken errichtet.

Die Aufgabe der Helfer war in diesem Jahr mehr als sonst eine ganz besondere. Das Gelände soll schön aussehen, wenn die Hexen dort morgen zur Walpurgisnacht antanzen. Es ist eine Premiere. Ihre traditionelle Veranstaltung hat das autonome Frauenzentrum bislang stets auf dem Pfingstberg gefeiert.

Ein paar Männer hatten sich aus diesem Anlass auf einem Erdhaufen versammelt. Konzentriert begutachteten sie das Mauerwerk. Die Wurzeln eines Birnbaumes hatten sich hindurchgefressen. Die Mauer musste zum Teil neu errichtet und vollständig verputzt werden. Die Männer sollten sie nun mit Folie abdichten und mit Erde zubuddeln. Einer lachte. „Eigentlich verstehen wir nicht viel davon“, sagte er, „aber zum schaufeln reicht es.“

Was die Leute antreibt, sich für das Gelände einzusetzen? Uta Rieger, Potsdamer Ärztin, sagte beim Fegen den Satz, der vermutlich den meisten Helfern als Motivation für den Arbeitseinsatz diente. „Ich geh dann mal Weltkulturerbe retten“, habe sie ihrer Chefin am Morgen zum Abschied zugerufen. Sie habe das Gefühl, bei etwas Großem, dabei zu sein. (Von Marion Schulz)

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